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Prof. h.c. Dr. Ing. h.c. Felix Heinrich Wankel

Glossar

Bezug zum Kraftfahrzeug

Erfindung, Biographischer Abriss
Maschine, Motor
4-Takt-Verbrennungsmotor, Wankelmotor

 

Beschreibung

Felix Wankel wurde am 13. August 1902 als einziges Kind des Forstassessors Rudolf Wankel und Gerty Wankel geb. Heidlauff in Lahr geboren. Nach dem Tod des Vaters zog die Mutter mit ihrem Sohn nach Heidelberg.
Die schulische Karriere verlief nicht besonders erfolgreich und so musste Wankel das Gymnasium ohne Abschluss 1921 verlassen. Er erlernte den Beruf des Verlagskaufmanns, wurde aber wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten 1926 wieder entlassen. Bereits zu dieser Zeit interessierte sich Wankel sehr für technische Zusammenhänge, obgleich er keinerlei Ausbildung in diesem Bereich genossen hat. Seit 1924 machte er sich Gedanken zu alternativen Motorenkonzepten.
In Heidelberg ließ er sich sehr von der nationalsozialistischen Idee gefangen nehmen und folgte diversen ranghöheren Persönlichkeiten. Er versuchte eine technisch orientierte Ausbildung der Jugend zu fördern und fand bei einem, durch den Industriellen Wilhelm Keppler, 1928 organisierten Treffen mit Adolf Hitler Gehör. Ihm wurde die Gauleitung der Hitlerjugend Baden übertragen, die ihm allerdings schnell wieder entzogen wurde, da die Vorstellungen des dortigen Gauleiters Robert Wagner in eine andere Richtung gingen. Wankel versuchte hierauf Wagner zu demontieren und gründete letzten Endes eine NSDAP-Abspaltung, die eine weitere Demontage Wagners zum Ziel hatte. Dies' hatte eine Verhaftung Wankels zur Folge, die durch Hitler persönlich wieder aufgehoben wurde, da in Wankel ein hohes technisches Potential gesehen wurde. Ein Wiedereintritt in die NSDAP wurde Wankel verwehrt, allerdings wurde er für zwei Jahre Mitglied der SS.

Die nationalsozialistische Regierung ermöglichte Wankel eine weitergehende Forschung. Zunächst brachte er eine für Flugmotoren nutzbare Drehschiebersteuerung zur Serienreife und gründete für die Zusammenarbeit mit dem Reichsluftfahrtministerium die Wankel-Versuchs-Werkstätten (WVW). Während der Regierungszeit der NSDAP erhielt Wankel mehrere Millionen Reichsmark für seine Forschungen.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Wankel abermals inhaftiert, aber nur für kurze Zeit. Darüber hinaus wurde er mit einem Forschungsverbot belegt.
In den 1950'er Jahren gründete er die Technische Entwicklungsstelle (TES). Hier wurde 1954 der endgültige Bewegungsablauf für den späteren Wankelmotor entworfen. Die Firma NSU nutzte 1956 einen nach Wankelprinzip arbeitenden Kompressor. Im Jahre 1957 wurde der Drehkolbenmotor 54 (DKM54) umgestaltet und als Kreiskolbenmotor (KKM250) ausgeführt. Maßgeblich beteiligt war der bei NSU arbeitende Ingenieur Hanns-Dieter Paschke, wodurch sich große Differenzen zwischen Wankel und Paschke ergaben.

Die 1958 gegründete Wankel GmbH sollte Wankel die Beteiligung an der Vermarktung der Lizenzen sichern. So konnten im Laufe der Jahre immer mehr Unternehmen von dem Prinzip überzeugt werden, so dass Lizenzen überall hin verkauft werden konnten. Durch die Bekanntgabe geheimer weitergehender Forschungen am Wankelmotor durch die Firma CURTISS-WRIGHT war NSU bereits Ende 1959 in der Zwangslage den neuen Motor vorstellen zu müssen.

Wankel konnte zu Lebzeiten sowohl die Wankel GmbH als auch später die Technische Entwicklungsstelle erfolgreich verkaufen und gründete die Felix Wankel Stiftung.
Wankel starb am 09. Oktober 1988 an Krebs.
Wankels Nachlass wurde teilweise an die VOLKSWAGEN AG verkauft und wird zum anderen in entsprechenden Museen aufbewart.

Seitenanfang

 

Lebenslauf

 

  • 13. August 1902

    Geboren in Lahr
  • 1915

    Umzug der Familie nach Heidelberg
  • 1921

    • Abbruch der gymnasialen Ausbildung
    • Beginn einer Lehre als Verlagskaufmann bei dem Verlag Carl Winter in Heidelberg
  • 1922

    Gescheiterter Eintrittsversuch in die NSDAP
  • 1924

    Idee eines vibrationsarmen Motors nach Erfahrung mit einem 2-Zylinder-V-Motor
  • 1926

    • Entlassung bei Carl Winter in Heidelberg
    • Im Oktober Eintritt in die NSDAP
    • Kennenlernen seiner späteren Frau Emma Kirn
  • 1927

    Kennenlernen des Industriellen Wilhelm Keppler
  • 1928

    Treffen mit Adolf Hitler zum Gespräch über technischere Jugendausbildung
  • 1929

    Erkenntnis der Abdichtung des Verbrennungsraums eines Motors durch den Gasdruck
  • 1931

    • Ernennung zum Gauleiter der Hitlerjugend in Baden
    • Ende des Jahres Entzug der Gauleitung
  • 1932

    • Im Oktober Parteiausschluss
    • Gründung der NSDAP-Abspaltung „Lahrer Notgemeinschaft“
    • Gründung der Zeitung Allemanische Grenzlandnachrichten
  • 1933

    • Im März Verhaftung durch Gauleiter Wagner
    • Während der Haft Fortführung der Arbeiten an der Drehkolbenmachine
    • Im September Haftentlassung durch Fürspruch von Wilhelm Keppler
    • Patent für den DKM32
  • 1934

    Forschungsvertrag bei BMW aufgrund der Kenntnisse vom DKM32
  • 1936 - 1945

    • Zusammenarbeit mit dem Reichsluftfahrtministerium
    • Gründung der Wankel-Versuchs-Werkstätten (WVW) in Lindau
    • Heirat mit Emma Kirn
    • Weiterentwicklung der Drehschiebersteuerung für Flugmotoren für die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt
    • Weitere Entwicklungen bzgl. des Rotationskolbenmotors
    • Konstruktion neuartiger Boote, die Aufsehen bei Marineleitung und Waffen-SS erregten
    • Im Jahr 1937 abgelehnter Antrag auf Wiedereintritt in die NSDAP
    • Am 01. August 1940 Aufnahme in die SS als Obersturmbannführer auf Empfehlung Kepplers
    • Im Jahr 1942 Ausschluss aus der SS aus ungeklärten Gründen
    • In dieser Zeit Unterstützung mit mehreren Millionen Reichsmark durch das Reichsluftfahrtministerium
Seitenanfang
  • 1945

    • Demontage der Werkstätten durch französische Besatzungstruppen
    • Inhaftierung für kurze Zeit
    • Nach der Entlassung kurzzeitiges Forschungsverbot
  • 1951

    • Einrichtung der Technischen Entwicklungsstelle (TES) in seinem Privathaus in Lindau
    • Erste Kontakte mit der Firma NSU
  • 1954

    Grundlegende Entwicklung des Bewegungsablaufs des Rotationskolbenmotors
  • 1956

    Einsatz eines Wankelkompressors bei NSU
  • 1957

    Erfolgversprechende Prüfstandfahrten des DKM54
  • 1958

    • Neukonstruktion des DKM54 mit feststehendem Gehäuse durch den Ingenieur Hanns-Dieter Paschke
    • Beginn von Differenzen zwischen Wankel und Paschke
    • Gründung der Wankel GmbH zur Vermarktung weltweiter Lizenzen
  • 1959

    • Im November Bekanntgabe der geheimen Weiterentwicklung des Wankelmotors durch den Lizenznehmer CURTISS-WRIGHT
    • Gang an die Öffentlichkeit von NSU
  • 1960

    • Am 19.01. erste Präsentation auf einer VDI-Versammlung in München
    • Umzug der TES in ein eigenes Gebäude
    • Fertigstellung des KKM250
    • Umbau eines NSU Prinz mit dem KKM250
  • 1961

    Lizenznahme von DAIMLER-BENZ
  • 1963

    Präsentation des NSU Spider auf der IAA
  • 1964

    Beginn der Serienproduktion des NSU Spider
  • 1967

    Im August Vorstellung des NSU Ro 80
  • 1968

    Kürung des NSU Ro 80 zum Auto des Jahres
  • 1970

    Lizenznahme von GENERAL MOTORS
  • 1971

    • Lizenznahme von TOYOTA
    • Verkauf Wankels Anteile an der Wankel GmbH für 50 Millionen DM an LONRHO
    • Gründung der Felix Wankel Stiftung in Heidelberg
  • 1972

    Rückerwerb der TES von der Fraunhofer-Gesellschaft
  • Seit 1986

    • Kooperation des Institutes mit der DAIMLER BENZ AG
    • Verkauf des Institutes für 100 Millionen DM an die DAIMLER BENZ AG
  • 09. Oktober 1988

    Gestorben in Heidelberg

 

 
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