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Startseite Ratgeber Baby, Kleinkind Trotzphase: So reagieren Eltern richtig

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Trotzphase: So reagieren Eltern richtig

Grafik Trotzphase bei Kindern Wenn Dein Kind plötzlich wütend wird, schreit und quengelt, dann ist es in der Trotzphase. (Einfach klicken zum Vergrößern).

Trotzphasen kennen alle Eltern: Im typischen Alter von drei Jahren oder auch in der Pubertät kann Dein Nachwuchs Dich so richtig herausfordern und Deine Geduld auf die Probe stellen. Etwa vom Ende des zweiten bis zum vierten Lebensjahr dauert die erste Trotzphase üblicherweise an. Sie ist ein enorm wichtiger Bestandteil der Entwicklung Deines Kindes, denn sie legt die Basis zur Selbstständigkeit und Ablösung von den Eltern.

Vielleicht hilft es Dir, gelassener mit Wutanfällen umzugehen, wenn Du Dich daran erinnerst, wie wichtig dieser Meilenstein für die gesunde Entwicklung ist: Dein Kind bildet eine eigene Persönlichkeit und zeigt diese mit Trotzreaktionen und der Verweigerung von Gehorsam. Oft hilft auch das eigene Bauchgefühl weiter: Die meisten Eltern spüren den Grund für die trotzige Reaktion ihres Kindes. Versuche, nicht emotional zu reagieren, sondern finde den Auslöser der Situation. Doch es gibt noch weitere Tipps, wie Du mit einem Kind in der Trotzphase bei einem Wutanfall am besten umgehen kannst und welche Reaktionen eher zu vermeiden sind.

Trotzphase - zu was ist sie gut?

Viele Eltern verzweifeln, finden das Verhalten in der Öffentlichkeit peinlich, versuchen zu schlichten und geben oft nach. Doch Du solltest wissen, dass dies ein ganz normaler Prozess ist, den nicht nur Dein Kind durchlaufen muss. Diese Entwicklungsphase ist sehr wichtig. Das Kind muss verschiedene Aspekte lernen:

  • Die eigenen Emotionen regulieren
  • Geduld aufbringen, damit sich Ergebnisse einstellen können
  • Der Umgang mit dem Scheitern von Plänen
  • Mit Stress und Frustration klarkommen

Stress und Frustration können viele Ursachen haben. Es reicht schon, wenn die gewünschten Süßigkeiten nicht im Einkaufskorb landen, die falschen Schuhe angezogen werden sollen und der Spielplatz früher verlassen werden muss als gewollt. Meist sind die Ursachen für trotzige Reaktionen noch vielseitiger.

Mögliche Gründe für Wutanfälle

Kind auf Spielplatz Wenn Dein Kind früher als gewünscht vom Spielplatz gehen muss, kann es schon mal laut werden.

Viele Eltern wissen instinktiv, wieso ihr kleiner Trotzkopf so reagiert, wie er reagiert. Oft kannst Du selbst besser mit der Situation umgehen, wenn Du die Ursachen kennst. Entscheide dann, ob Du auf die Befindlichkeiten Deines Kindes eingehen oder ob Du eine klare Grenze ziehen möchtest. Mögliche Ursachen für Wutanfälle können sein:

  • Enttäuschung über nicht eingehaltene Versprechen
  • Über- oder Unterforderung
  • Ärgern durch andere Kinder oder Erwachsene
  • Traurigkeit
  • Angst
  • Unwohlsein oder Müdigkeit
  • Kränkung, zum Beispiel durch fehlende Beachtung
  • Missverständnisse, zum Beispiel bei Zeitdruck

Wutanfällen vorbeugen

Wenn Du weißt, auf was Dein Kind gereizt reagiert, solltest Du diese Situationen vermeiden. Planung und Organisation sind hierbei genauso wichtig, wie die schnelle Reaktion. Auch ein trotziges Kind kann zumindest etwas gebändigt werden.

  • Dein Kind sollte nicht hungrig, müde oder überfordert sein, wenn man z.B. gemeinsam zum Einkaufen fährt.
  • Was Dein Kind am nächsten Tag anziehen soll, schon gemeinsam am Abend herauslegen.
  • Wenig Auswahlmöglichkeiten beim Essen und Spielen anbieten.
  • Für Abwechslung sorgen, z.B. durch einen Besuch in Zoo, Spielplatz, Schwimmbad etc.
  • Am Abend sollte Ruhe einkehren. Feste Rituale einbauen: Nach dem Essen Zähne putzen, im Bett wird vorgelesen, gesungen oder gebetet.
  • Die Wut muss raus. Dabei kannst Du Deinem Kind helfen, jedoch müssen dafür wichtige Regeln aufgestellt werden. Es darf in ein dickes Kissen boxen, jedoch ist schlagen und treten verboten. Oder: Mit Boxhandschuhen in einen Boxsack boxen. Wenn es sich an die Regel hält, vergesse bitte nicht, Dein Kind dafür zu loben.
  • Regeln aufstellen und ohne Ausnahmen und Diskussionen daran festhalten. Dieser Rahmen gibt Deinem Kind Sicherheit und Halt. Es lernt, dass es sich nicht lohnt, diese Grenzen auszureizen.
  • Lenk Dein Kind ganz einfach ab. Zeige ihm etwas Besonderes in der Umgebung, frag was es spielen möchte oder ob es z.B. bei der Suche nach etwas helfen möchte. So vergisst Dein Kind schnell, dass es einen Grund zum Aufregen gegeben hat.

Wie sollten die Eltern reagieren?

Perspektive wechseln und Empathie aufbringen

Empathie in der Trotzphase Manchmal hilft es schon, Dein Kind einfach in den Arm zu nehmen.

Denke daran, dass Kinder im Kindergarten- aber auch noch im Grundschulalter ihre Gefühle nur schwer verbergen können. Oftmals treten sie plötzlich hervor und äußern sich in einem Wutanfall, weil die nötige Distanz zu den Dingen noch fehlt. Das bedeutet gleichzeitig für Dich, dass Deine Reaktion ebenso schnell kommen muss, damit Dein Kind sie überhaupt auf sein Verhalten beziehen kann. Viele Wutanfälle entstehen aus einem Gefühlschaos und aus Verzweiflung - Dein Kind weiß sich nicht anders zu helfen. In dieser Entwicklungsphase steht die Anpassung an die Welt in Frage, Kinder fühlen sich oft missverstanden oder kurzfristig ungeliebt. Zusätzliche Strafen sind in der akuten Situation also eher nicht hilfreich - vielmehr braucht Dein Kind Aufmerksamkeit und Zuwendung. Genau das fällt natürlich nicht immer leicht, da Wutanfälle Eltern verärgern und aufbringen.

Versuche trotzdem, den Kreis zu durchbrechen, um für Dein Kind und Dein Familienfrieden einen Ausweg aus dieser Abwärtsspirale aus Frust und Wut zu ermöglichen. Wenn Du nur sehr schwer Verständnis aufbringen kannst: Stellen Dir einmal vor, wie es Dir geht, wenn Du verzweifelt bist, weil nichts so klappt, wie Du möchtest. Was brauchst Du, wenn Du wütend bist und es sich so anfühlt, als hätte sich die ganze Welt gegen Dich verschworen? Dieser Perspektivwechsel kann dabei helfen, sich besser in Ihr Kind einzufühlen und in der schwierigen Situation nicht aufgebracht und emotional, sondern liebevoll zu reagieren.

Lieber nicht diskutieren

Vermeide Wortgefechte mit trotzigen Kleinkindern. Es fällt nicht immer leicht, auf wütende Beschimpfungen und Vorwürfe gelassen zu reagieren. Lass Dich jedoch nicht hinreißen und versuche unbedingt, ruhig zu bleiben. Wenn Du keine Idee hast, welche Ursache hinter dem Wutanfall steckt, bleib hartnäckig und frage geduldig nach.

Reaktion auf über- oder unterforderte Kinder in der Trotzphase

Bei einem akuten Wutanfall ist Dein Kind an einer Grenze gelangt - eventuell aus Langeweile und Eintönigkeit, vielleicht aber auch aus zu hohem Leistungsdruck. Viel Reden hilft in dieser Situation nicht, vielmehr muss ein Ausweg her. Versuche, durch behutsames Nachfragen herauszubekommen, wo genau der Schuh drückt. Je nach Alter des Kindes könnten verschiedene Lösungen für eine Verbesserung sorgen: möglicherweise eine neue Freizeitbeschäftigung, andere Freunde, häufigere oder seltenere Verabredungen, eine leisere oder anregendere Umgebung.

Reaktion auf ängstliche Kinder in der Trotzphase

Kind in der Trotzphase In der Trotzphase werden viele Kinder von ihren Gefühlen übermannt.

Manche Kinder geben es nicht gerne zu, wenn sie sich fürchten. Sie schämen sich, Ängste einzugestehen und möchten ihre Eltern nicht um Hilfe bitten - vielleicht, weil sie schon "groß und stark" sind. Stattdessen verstecken sie sich hinter einer rauen Schale und spielen die furchteinflößende Situation damit runter. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, um zu erkennen, welche Ursache hinter dem Verhalten steckt. Mach deutlich, dass Angst nichts Schlimmes ist und es keine Schande ist, sie zuzugeben. Frag nach, warum etwas nicht geklappt hat und probiere, den genauen Ursachen der Angst auf die Spur zu kommen.

Reaktion auf müde und kränkelnde Kinder in der Trotzphase

Das kennst Du sicher: Die Kombination aus Müdigkeit und Erschöpfung führt zu Quengeln. Reden hilft hier nicht mehr weiter. Vielmehr sind klare Ansagen gefragt: Sehr müde Kinder gehören ohne lange Diskussionen ins Bett, alles andere würde die Situation nur noch verschärfen. Natürlich kannst Du das Einschlafen mit Musik oder einer Geschichte erleichtern. Ist die Schlafenszeit noch nicht gekommen, reicht eventuell schon ein ruhiger Platz im Wohnzimmer zum Ausruhen. Bleib liebevoll und konsequent, denn Dein Kind weiß selbst gerade nicht, was das Beste ist. Bei einem kränkelnden Kind solltest Du entscheiden, ob der Fall so akut ist, dass ein sofortiger Besuch beim Kinderarzt angebracht ist, oder ob das Zeit bis zum nächsten Tag hat.

Trotzdem Grenzen setzen

Auch Trotzköpfe müssen Grenzen lernen: Selbst wenn das trotzige Verhalten einen plausiblen Grund hat, darf Dein Kind ruhig erfahren, dass es nicht richtig ist, andere zu beschimpfen oder zu verletzen. Mach deutlich, dass Du persönliche Angriffe nicht in Ordnung findest, indem Du zum Beispiel zu Entschuldigungen für Beleidigungen auffordern - natürlich erst nach dem akuten Wutanfall. Ein gutes Vorbild für angemessenes Verhalten ist es übrigens, eigene Fehler ebenfalls zuzugeben.

Selbst Eltern mit den stärksten Nerven können in der Trotzphase ihrer Kinder an ihre Grenzen kommen. Manch einem kommen sogar Selbstzweifel, ob man als Elternteil versagt hat. Gib die Hoffnung aber trotzdem nicht auf. Alle Eltern, wirklich alle, haben die Trotzphase hinter sich gebracht oder kämpfen noch mit ihr. Es ist völlig normal. Du hast Dein Kind außerdem nicht schlecht erzogen. Diese Entwicklungsphase ist wichtig - Du solltest Dir eher Sorgen machen, wenn Dein Kind nicht trotzt. Wechsle Dich mit Deinem Partner ab, wenn es darum geht, das trotzige Kind zu besänftigen. Es reicht, wenn einer in die Stresssituation gelangt. Der Andere sollte sich ausruhen und für das nächste Mal wappnen.

 

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