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Gartenwege anlegen: So geht es

Grafik Gartenweg anlegen Ein Gartenweg braucht neben den Ziersteinen einen stabilen Unterbau. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Haltbare Gartenwege benötigen das richtige Ausgangsmaterial und den richtigen Unterbau. Darüber hinaus musst Du bei der Nutzung unterschiedlicher Materialien auch verschiedene Punkte beachten. Der Gartenweg prägt einen Garten genauso, wie alle Bäume, der Rasen und seine Pflanzen. Deshalb ist es lohnenswert, die Wegführung der Gartenwege gründlich zu planen und auch die Materialauswahl in die Planung einzubeziehen.

Wenn Du zwei Bereiche miteinander verbinden möchtest, solltest Du Dich für gerade Linien entscheiden. Geschwungene Pfade dagegen sind perfekt für einen Spaziergang geeignet, der vorbei an Deinen schönsten Pflanzen und Gartendekorationen führt. Du kannst verschiedene Materialien verwenden, zum Beispiel Natursteine oder Betonsteine, aber auch Mulch und Kies eignen sich optimal für Gartenwege, die wie kleine Steine auch gut in Kurven verlegt werden können. Große Formate eignen sich wiederum gut für alle Wege, die geradeaus laufen.

Der richtige Unterbau sorgt für stabile Gartenwege

Bei den meisten Gartenwegen ist es notwendig eine Tragschicht einzubauen, da es sonst zu Verschiebungen und Setzungen des Belags kommt. Auf diese Weise entstehen Stolperfallen. Wenn Du Dich für Pflaster- und Plattenwege entschieden hast, verteilst Du auf dem verdichteten Untergrund erst eine einige Zentimeter dicke Schicht Mineralgemisch oder Schotter. 15 cm reichen aus, um leichten Belastungen standzuhalten, beispielsweise wenn Du mit einer beladenen Schubkarre darüber fährst. Allerdings lässt sich Mineralgemisch besser als Schotter verdichten, da hier nicht nur größere Gesteinsbrocken, sondern auch feinere Anteile enthalten sind. Schotter wiederum hat den Vorteil, dass er wasserdurchlässiger ist.

Wenn Du Deinen Gartenweg hin und wieder auch mit Deinem Auto befahren möchtest, sollte die Tragschicht nicht dünner als 20 cm sein. Auf die Tragschicht füllst Du eine maximal vier Zentimeter dicke Schicht aus Splitt oder Pflastersand, sodass alle Unebenheiten des Unterbaus ausgeglichen werden. Diese Schicht dient als Pflasterbett für den eigentlichen Belag. Wird der Gartenweg auf lehmigen Böden verlegt, ist es hilfreich, unter der Tragschicht eine weitere Frostschutzschicht einzulagern, die etwa zehn cm dick ist. Diese besteht in der Regel aus Sand und Kies in einer Korngröße von 0/32. In der Frostschutzschicht sollte nur ein geringer Teil bindiger Bestandteile enthalten sein, damit sich keine Kapillarität entwickeln und das Wasser nicht aufsteigen kann. Sammelt sich im Untergrund Wasser an, kann der Wegbelag gefrieren.

Gartenwege anlegen - die Fugen schließen

Bild Gartenweg gepflastert Die Fugen des Gartenwegs können mit Füllsand, Brechsand oder Pflasterfugenmörtel geschlossen werden.

Um die Fugen des Wegs zu schließen, ist einfacher Füllsand bei Betonsteinbelägen gut geeignet. Dieser wird in Kombination mit Wasser eingeschlämmt. Fugen von Klinkerbelägen werden mit Brechsand geschlossen. Dabei handelt es sich um eckige Sandkörner, die sich verkanten und dem Klinker an der Seite guten Halt verleihen. Für alle Natursteinwege kannst Du auch Brechsand sowie Pflasterfugenmörtel, der auf Kunstharzbasis entwickelt wird, verwenden. Auf diese Weise wird Unkrautwuchs verhindert und die Fläche wasserdicht. Meistens bleiben Plattenbeläge auch ohne seitliche Abschlüsse stabil, doch wenn Du kleinere Steine verwendet hast, ist das Verlegen eines Randabschlusses empfehlenswert. Dazu verwendest Du einfach größere Pflastersteine, Rasenborde oder Kantensteine, die Du in ein Betonbett verlegst oder an der Außenseite mit Stützen aus Beton befestigst.

Gartenwege aus Splitt oder Kies

Splitt- und Kieswege benötigen ebenfalls eine bis zu 15 cm dicke Tragschicht, zum Beispiel aus Mineralgemisch. Diese verhindert, dass sich die Oberfläche mit dem Boden vermischen kann. Darüber hinaus hemmt Sie auch den Wuchs von Unkraut. Das kannst Du mit einem speziellen Unkrautvlies zusätzlich unterstützen. An der Oberfläche ist eine etwa fünf Zentimeter hohe Schicht aus Splitt oder Kies ausreichend. Je feiner die verwendete Körnung ist, desto einfacher lässt sich Dein Gartenweg begehen.

Splitt ist generell besser geeignet als Kies, da die eckigen Steine weniger nachgeben und sich verkanten, als die runden Kieselsteine. Möchtest Du das Material perfekt von den benachbarten Flächen trennen, kannst Du Großsteinpflaster als Randbegrenzung verwenden. Metallkanten, die in den Boden eingelassen werden, sind eine elegante Variante dazu.

Gartenwege aus Rindenmulch anlegen

Auf lockerem Sandboden kommen Gartenwege aus Rindenmulch komplett ohne Tragschicht aus. Hebe dazu einfach eine circa zehn Zentimeter tiefe Grube aus und fülle Sie mit dem Belag. Arbeitest Du mit einem schweren Lehmboden, sollte die Rinne etwa 20 Zentimeter tief sein und bis zur Hälfte mit Füllsand befüllt werden, damit die Auflage nach Regen schneller trocknen kann.

Für welchen Belag Du Dich letztendlich entscheidest, liegt an den individuellen Gegebenheiten in Deinem Garten sowie an Deinem persönlichen Geschmack. Im Prinzip ist es nicht schwer, einen Gartenweg mit Pflaster, Steinen oder anderen Materialien zu belegen, solange das Pflasterbett gut angelegt ist. Ansonsten ist es möglich, dass der Weg an verschiedenen Stellen absackt. Möchtest Du einen geraden Gartenweg anlegen, solltest Du die gewünschte Strecke mit kleinen Pflöcken markieren. Spanne anschließend eine Schnur und schachte den Boden dann aus.

Wie wird die Kiesschicht für den Unterbau richtig verlegt?

Bild Gartenweg Kies Für den Unterboden wird Splitt oder Kies genutzt, der mit einer Rüttelplatte verdichtet wird.

Hast Du den Gartenweg mit Steinen befestigt, solltest Du das Erdreich erst einmal bis zu 50 Zentimeter ausschachten. Die genaue Tiefe hängt allerdings von der Dicke der Steine ab. Gehe von einer circa 35 Zentimeter tiefen Schicht aus Splitt und Kies aus. Fülle zunächst eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht aus Kies in den Schacht und verdichte ihn mit einer Rüttelplatte. Kleine Rüttelplatten kannst Du zum Beispiel in einem Baumarkt ausleihen. Darüber bringst Du dann eine Schicht aus feinem und grobem Splitt auf.

Einen geraden Unterbau erzielst Du durch Abziehschienen, die Du im Splittbett verlegst. Sie sind die Auflage für Dein Abziehbrett, mit dem Du die Schicht aus Splitt gerade ziehst. Sind die Schienen entfernt und die entstandenen Rillen abermals mit Splitt aufgefüllt, kannst Du die Steine verlegen. Wie bereits erwähnt, füllst Du die Fugen des Belags abhängig von diesem mit Sand, Splitt oder Fugenmörtel.

Nebenwege und Gartenwege aus unterschiedlichen Steinen anlegen

Nebenwege anlegen

Möchtest Du Nebenwege anlegen, die zum Spazieren und Ausruhen im Garten einladen sollen, ist es nicht zwingend erforderlich diese besonders aufwendig zu gestalten. Sie müssen nur Deinen und den Schritten Deiner Gäste standhalten. Einen solchen Weg kannst Du zum Beispiel schon durch einen kleinen Streifen gemähtes Gras in einer üppigen Wiese schaffen. Auch Trittsteine sind eine Möglichkeit, um Nebenwege zu verlegen. Stich einige Rasenflecken in der gewünschten Größe aus und passe die Steine einfach an.

Unterschiedliche Steine verwenden

Gartenwege mit unterschiedlichen Steinen sehen attraktiv aus. Auch diesen Mix kannst Du mit ein paar Tipps stolperfrei verlegen. Dazu musst Du lediglich einige Besonderheiten beachten. Du musst ein Sandbett mit einem Gefälle von zwei Prozent anlegen und verdichten. Die Höhe dessen beträgt bis zu 15 Zentimeter über dem eigentlichen Höhenniveau. Genau um diese Prozentzahl drücken sich die Steine später ein, wenn Du sie verdichtest.

Einer der häufigsten Fehler beim Verlegen unterschiedlicher Steine ist es, sie mit der flachen Seite in das Sandbett zu drücken. So geht die stabilisierende Wirkung des Sandbettes verloren, die Steine kippen kontinuierlich. Setzen Sie deshalb die länglichen Steine, egal ob kantig oder abgerundet, hochkant in das Sandbett. Dann ist die sichtbare Fläche zwar kleiner, doch die Steine sind fest fixiert. Bei unterschiedlich hohen Steinen nimmst Du beim Setzen der Steine besser etwas Sand weg, als zu viel zu verwenden. So bleibt das Sandbett dicht und die Höhe erhalten. Daher muss die Höhe des Sandbetts den kleinsten Steinen angepasst werden.

Nimm mit einem Pflasterhammer nur so viel Sand weg, wie es erforderlich ist, die Steine zu setzen. Ungleichmäßige Natursteine sollten mit der Sichtseite so eingesetzt werden, dass kleinstmögliche Fugen entstehen. Pflastersteine sind zwar robust, allerdings auch spröde, sodass sie bei der Arbeit schnell zerstört werden können. Verwenden Sie zum Festklopfen und Verdichten nur geeignetes Werkzeug. Ein Pflasterhammer eignet sich gut zum Setzen unterschiedlich großer Steine, da der Sand mit der flachen Seite verteilt wird und die Steine mit der Finne fixiert werden können.

Welche Kosten entstehen für das Anlegen von Gartenwegen?

Bild Gartenweg anlegen Kosten Ja nachdem, welches Material verwendet werden soll und wie groß der Gartenweg wird, variieren die Kosten.

Größe des Gartenweges

Jeder Gartenweg ist individuell verschieden, sodass auch die Kosten für Gartenwege variieren können. Dennoch gibt es gewisse Normbeträge, mit denen Du eine Kalkulation Deiner Kosten durchführen kannst. Kosten entstehen in der Regel nur für die Materialien, wenn Du Deinen Gartenweg selbst anlegen möchtest. Je größer die Gartenwege sind, die Du anlegen möchtest, desto mehr Material benötigst Du. Bei den verwendeten Materialien geht es nicht nur um die eigentlich sichtbaren Steine, denn auch die Vorbereitung erfordert verschiedene Materialien. So kannst Du zum Beispiel ein Unkrautvlies verwenden, das pro Quadratmeter für etwa fünf Euro erhältlich ist.

Kosten für das Fundament

Auch die Materialien für die Tragschicht gehören zu den Kosten, ebenso wie das Fundament aus Splitt oder Kies. Bei der Tragschicht kannst Du pro Quadratmeter mit circa zehn Euro rechnen. Das ist nur ein Durchschnittswert, denn die Dicke der Schicht ist letztendlich für die tatsächlichen Kosten ausschlaggebend. Dies hängt nun wieder davon ab, wie belastbar Dein Gartenweg sein soll. Das Fundament aus Splitt oder Kies kostet etwa 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Zudem sind bei vielen Gartenwegen auch Randsteine erforderlich, die nach dem laufenden Meter berechnet werden. Ein Meter ist zu einem Preis von circa zehn Euro erhältlich.

Belag des Gartenwegs

Die Kosten für den sichtbaren Belag des Gartenweges sind ebenfalls individuell. Simple Betonplatten sind bereits ab circa 20 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Pflastersteine sind schon etwas kostspieliger. Ihr Preis liegt zwischen 50 und 100 Euro pro Quadratmeter. Speziell Natursteine zählen zu den teureren Belägen für Gartenwege. Wenn Du Dich für einen Kiesweg entschieden hast, ist es schwierig, die Kosten einzuschätzen, da Kies in verschiedenen Qualitäten erhältlich ist. Hochwertiger Kies ist allerdings schon ab einem Preis von etwa 15 Euro pro Quadratmeter zu haben.


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