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Der große Nutztiere-Ratgeber

Bruteier - Tipps zum Kauf und Transport

Grafik Exmoor Pony Das Künstliche Brüten von Eiern hat eine Menge Vorteile.

In der Geflügel- und Ziergeflügelzucht werden 2 Brutmöglichkeiten unterschieden. Die Naturbrut ist die natürliche Form, da die Henne sämtliche Aufgaben des Brütens und der Aufzucht der Jungen übernimmt. Durch menschliches Eingreifen ist es möglich, Küken unter künstlichen Bedingungen schlüpfen zu lassen. Hierzu werden ein Brutautomat sowie befruchtete Eier benötigt. Letztere bezeichnet der Fachmann als Bruteier. Eier in einem Automaten zu brüten bedarf einer Menge Kenntniss und Planung. Man muss die Eier sehr behutsam behandeln, damit am Ende auch ein Lebewesen draus entstehen kann.

Vorteile von Bruteiern

Die Kunstbrut kann Vorteile besitzen. Beispielsweise ist es möglich, je nach Modell des Brutautomaten 100 Küken und mehr auf einmal schlüpfen zu lassen. Bruteier erhält man im Vergleich zu Küken und Jungtieren relativ günstig. Damit die Brut gelingt, sind jedoch einige Regeln zu beachten.

Bruteier vom Züchter

Bestenfalls erwirbt man die Eier direkt beim Züchter, weil nur dieser sich hinreichend mit dem Thema Genetik beschäftigt hat. Je nach Geflügelart sind nämlich die Tiere aus einigen Verpaarungen nicht überlebensfähig. Hier spielen beispielsweise bestimmte Farbschläge eine Rolle. Der seriöse Züchter wird ebenfalls darauf achten, ausschließlich gesunde Tiere miteinander zu verpaaren, deren verwandtschaftliche Beziehungen nicht allzu eng sind. Hierdurch vermeidet er schwache oder kranke Nachzuchten. Dies is gibt Ihnen eine große Sicherheit, dass Sie nur gesunde Küken züchten und die Hühner dann nach dem Schlüpfen auch gesund sind. Auch das Ansteckungsrisiko der Küken unternander wird somit auch komplett verringert.

Wer die Bruteier direkt beim Züchter abholt, kann sich vor Ort am besten über die hygienischen Verhältnisse informieren. Zudem sollte der Züchter explizit die Elterntiere benennen können. Auf eine "bunte Mischung" lässt man sich besser nicht ein. Man würde die Bruteier von Tieren verschiedener Rassen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch Mischlinge erhalten, die keine rassetypischen Eigenschaften aufweisen. Nehmen Sie sich also Zeit beim Kauf der Eier und informieren Sie sich im Voraus. Scheuen Sie sich nicht Fragen zustellen und Aussagen des Züchters zu hinterfragen.

Kosten

Vor zu günstigen Angeboten ist zu warnen. Die artgerechte Haltung von Tieren kostet Geld. Kaum ein seriöser Züchter wird es sich leisten können, seine Bruteier zu Dumpingpreisen abzugeben. Wer Bruteier von sogenannten Vermehrern kauft, muss sich nicht wundern, wenn die Schlupfquote gering ausfällt oder die Jungtiere bei der Aufzucht schwächeln. Seien Sie sich also im Klaren darüber, dass Sie sie für den Kauf lebedinger Eier mehr zahlen müssen als für Eier aus dem Supermarkt.

Transport und Pflege

Bild Eier im Nest Der Transport der Eier sollte gut vorbereitet werden.

Damit die Eier beim Transport nicht beschädigt werden, müssen sie stoßfest aufbewahrt werden. Es empfiehlt sich beispielsweise ein Karton, der mit Watte oder mit Körnerfutter ausgepolstert ist. Bestenfalls stellt man die Eier auf die Spitze. Vor großen Erschütterungen sollten die Bruteier nach Möglichkeit bewahrt werden. Ob der Transport im Auto oder zu Fuß stattfindet sollten Sie drauf achnten, dass das ei relativ still gehalten wird und nicht zu viel Bewegung abbekommt.

Bis zum Beginn der Brut werden die Eier kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert. Als Lagerraum eignet sich beispielsweise ein Kellerraum. Bevor die Eier in den Brutautomaten gegeben werden, gewöhnt man sie für 24 Stunden an normale Zimmertemperaturen. Je nach Geflügelart sinkt die Schlupfrate ab dem 15. bis 18. Tag, gerechnet ab Eiablage. Später lohnt sich das Ausbrüten der Eier kaum noch. Schauen Sie öfter man in dem Keller, in dem die Eier gelagert sind vorbei und prüfen Sie die Temperatur. Das selbe gilt auch für den Automaten. Trotz das solche Automaten meist programmierbar sind und man alle Einstellung im Voraus auswählen kann immer mal wieder ein Fehler passieren. Es ist also wichtig, dass Sie stets ein Auge auf ihre Eier werfen.

Um eine hohe Erfolgsquote zu erreichen, ist der Einsatz eines hochwertigen Brüters empfehlenswert. Schwankungen der Bruttemperatur und Luftfeuchtigkeit verträgt der Embryo kaum.


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