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Startseite Ratgeber Hunde Akbash: Charakter, Haltung, Pflege, Aussehen

Tierratgeber  - Hunderassen

Rasseportrait Akbash

Kurzinfo:

 
Ursprungsland Türkei
Fellfarben Reinweiß
Lebenserwartung 8-11 Jahre
Gewicht 41 bis 64 Kilogramm
Widerristhöhe 74 bis 81 Zentimeter
Besonderheiten Hirtenhund, scharfes Gehör
FCI-Standard Nr. 331, Gruppe 5, Sektion 2
Akbash Rasseportrait Der Akbash wurde nach seinem weißen Fell benannt was auf Türkisch so viel wie "weißer Kopf" bedeutet

Grundlegende Eigenschaften des Akbash

Der Akbash ist eine sehr elegante und seltene Hirtenhunderasseund stammt ursprünglich aus der heutigen West-Türkei. Der türkische Hirtenhund wird auch unter dem Überbegriff "Anatolischer Hirtenhund" bezeichnet. Je nach regionaler Herkunft gibt es Unterschiede im Namen und im äußeren Erscheinungsbild. In der Türkei genießt der türkische Hirtenhund ein hohes Ansehen und wird als Nationalhund gefeiert. Übersetzt bedeutet Akbash "Weißkopf", was auf die helle Farbgebung hindeutet. In Deutschland ist vorwiegend die Bezeichnung Kangal-Hund oder Kangal-Hirtenhund geläufig.

Passt diese Hunderasse zu mir und meiner Familie?

Akbash Hund Der Akbash ist Fremden gegenüber meist sehr misstrauisch.

Kein Hund für Anfänger

Besitzer der Akbashrasse benötigen viel Erfahrung im Umgang mit Hunden. Denn diese Rasse ist als dominant, eigensinnig und manchmal auch eifersüchtig bekannt. Der türkische Hirtenhund benötigt viel Aufmerksamkeit und eine Aufgabe abseits von Spaziergängen. Zudem musst Du ständig an der Sozialisierung dieses Hundes arbeiten, da diese Tiere gerne die Führung übernehmen.

Ein ständiger Begleiter der Familie

Wenn Du einen Wachhund und Beschützer suchst, ist der türkische Hirtenhund die richtige Wahl. Er reagiert auf jedes Geräusch mit lauten Bellattacken und verhält sich fremden gegenüber misstrauisch. Die eigene Menschenfamilie behandelt er jedoch aufgeschlossen und freundlich. Aus diesem Grund ist es auch schwierig, den türkische Hirtenhund für die Urlaubsbetreuung Freunden zu überlassen, da er in der Nähe von Herrchen oder Frauchen am glücklichsten ist.

Anforderungen an den Halter

Als ursprüngliches Herdenschutztier steckt das selbstständige Agieren sozusagen in seinen Genen. Deshalb solltest Du mit der Ausbildung des Hundes sehr früh beginnen. Am besten passt der türkische Hirtenhund zu einem Besitzer, der Ruhe, Sicherheit und Respekt ausstrahlt und viel Zeit in seine Erziehung investiert. Was den Lebensort betrifft, solltest Du Dir einen türkischen Hirtenhund nur anschaffen, wenn Du über ein Haus mit Garten verfügst. Der Garten sollte mit einem hohen Zaun eingegrenzt sein. Der türkische Hirtenhund ist definitiv kein Wohnungshund und sollte keinesfalls ausschließlich dort gehalten werden. Denn dieser athletische Hund benötigt viel Freiraum, ausgiebige Spaziergänge und die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen frei zu bewegen. Der ländliche Raum ist deshalb der Lebensraum, der der Art des türkischen Hirtenhundes am nächsten kommt.

Wesen und Charakter des Hundes

Wird der türkische Hirtenhund artgerecht gehalten, ist er ein überaus ausgeglichener, ruhiger und friedlicher Hund. Er ist mutig und sehr wachsam und beschützt die Menschenfamilie Fremden gegenüber, insbesondere in der Dunkelheit, wenn seine Aufmerksamkeit weiter zunimmt. Der türkische Hirtenhund ist außerdem sehr selbstständig und kann durchaus einen gewissen Eigensinn und eine Dominanz entwickeln. Aus diesem Grund benötigt er eine gute Führung. Er kann überraschend schnell reagieren und entsprechend wendige Bewegungen vollziehen.

Aufgrund seiner ursprünglichen Bestimmung, als Hirtenhund eingesetzt zu werden, hat sich im Lauf der Generationen auch das Temperament und der Charakter dahingehend entwickelt, dass Du mit einem türkischen Hirtenhund ein Tier besitzt, dass viel Aufmerksamkeit benötigt, jedoch nicht so stark menschenbezogen ist, wie andere Hunderassen. Er ist willensstark, ernsthaft und entschlossen und kann aufgrund seiner beachtlichen Größe Fremde durchaus in Angst und Schrecken versetzten. Deshalb benötigt der türkische Hirtenhund einen kompetenten und ebenso willensstarken Hundehalter, mit dem er eine starke Bindung aufbauen kann.

Körperbau und Aussehen des Akbash

Der relativ groß gewachsene türkische Hirtenhund verfügt über eine beeindruckende Stärke, einen kräftigen Hals und ein scharfes Gehör. Der imposante Hund vermittelt Dynamik, Eleganz und einen harmonischen Gesamteindruck. Sein Fell ist kurz bis mittellang, eng anliegend, eher rau und mit einer dichten Unterwolle gefüttert. Farblich erscheint sein Haarkleid häufig in einem reinen Weiß oder einem fahlen Gelb, auch "Falb" genannt. Sein Kopf ist weiß, die Augen mandelförmig und häufig in einem goldbraunen bis dunkelbraunen Farbton.

Haltung und Pflege

Kangal in der Natur Gegenüber seiner Familie ist der Akbash sehr aufgeschlossen.

Der wachsame und eigenwillige türkische Hirtenhund benötigt eine Aufgabe, die über ausgiebige Spaziergänge und sportliche Betätigungen hinausgeht. Mit der Erziehung solltest Du deshalb sehr früh beginnen. Der türkische Hirtenhund benötigt außerdem einen erfahrenen Hundehalter als Bezugsperson, der laufend an der Sozialisation des Tieres arbeitet. Biete dem türkischen Hirtenhund zudem Platz im Freien, beispielsweise in einem Garten, der gut eingezäunt ist.

Was die Körperpflege dieser Hunderasse betrifft, ist der türkische Hirtenhund eher pflegeleicht. Lediglich das doppelte Haarkleid, also die dichte Unterwolle und das raue Deckhaar, muss regelmäßig und sehr kräftig gebürstet werden, insbesondere zur Fellwechselzeit, die einmal pro Jahr stattfindet. Der türkische Hirtenhund neigt außerdem zu Übergewicht, wenn er nicht ausreichend bewegt wird. Deshalb solltest Du die Futtermengestets genau abmessen und dem Hund viel Auslauf bieten. Rechtlich betrachtet ist die Haltung des türkischen Hirtenhundes in manchen Ländern eingeschränkt oder sogar verboten, da er auf der Liste der gefährlichen Hunderassen steht.

Herkunft und Geschichte

Unter den großen Herdenschutzhunden gehört der türkische Hirtenhund zu den ältesten Vertretern. Aus diesem Grund haben sich die körperlichen und geistigen Merkmale des türkischen Hirtenhundes in den vergangen, vermutlich tausend Jahren kaum geändert. Es wird vermutet, dass der türkische Hirtenhund mit Stämmen aus dem Osten auf die türkischen Bergwiesen gebracht wurde, da orientalische Auswanderer häufig von Hunden begleitet wurden. Da sich die West-Türkei auf einer Hauptwanderungsroute zwischen Ost und West befand, ist anzunehmen, dass der türkische Hirtenhund auf diese Art in die Türkei gelangte. Schriftliche Quellen eines römischen Schriftstellers beschrieben den türkischen Hirtenhund bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. als weißen wilden Hund, der gerne im Dämmerlicht angreift.

Laut FCI-Einordung gehört der Akbash zu den unterschiedlichen Schlägen des Anatolischen Hirtenhundes. Bezüglich der Entstehungsgeschichte dieser Rasse kamen Experten zu dem Schluss, dass der türkische Hirtenhund vom mesopotamischen Jagdhund abstammt. Diese These wird zumindest durch einen archäologischen Fund begründet. Dabei handelte es sich um ein hethitisches Flachrelief, auf dem eine Abbildung von großen, doggenartigen Jagdhunden zu sehen ist. Der heute offizielle Herkunftsort des türkischen Hirtenhundes ist die westliche Türkei. In den späten 1970er-Jahren wurde der türkische Hirtenhund erstmals nach Amerika und Kanada gebracht. In Deutschland ist diese Hunderasse eher selten zu finden.

Beschreibung (analog VDH)

Laut FCI wird die Akbashrasse zum Anatolischen Hirtenhund hinzugezählt. Er verfügt über ein kurzes, anliegendes und glänzendes Deckhaar und einen Fellkragen. Laut FCI-Standards ist der Akbash immer reinweiß mit grau schattierten oder bisquitfarbenen Bereichen an Ohren oder Rücken. Die Risthöhe von Rüden kann bis zu 85 Zentimeter betragen, das Gewicht bis zu 64 Kilogramm. Er gilt als imposant und wehrhaft und kann durchaus auch größer als 90 Zentimeter und schwerer als 80 Kilogramm werden. Er hat ein kraftvolles, aufrechtes und mächtiges Erscheinungsbild und zeigt sich mit einem kräftigen, breiten Kopf. Der gut bemuskelte Körper ist stark, jedoch niemals fett.

Laut FCI-Standards kann der türkische Hirtenhund hohe Geschwindigkeiten erreichen und über längere Distanzen ausdauernd laufen. Zu erwähnen ist der harmonische und gleichmäßige Bewegungsablauf mit einer geraden Rückenlinie. Laut Verband des Deutschen Hundewesens (VDH) wird der türkische Hirtenhund ebenfalls als kraftvoll, hochläufig und elegant beschrieben. Züchtungen gibt es heute in einer langhaarigen und einer stockhaarigen Variante. Dabei kann das Haar leicht gewellt oder ganz schlicht sein. Neben einer allgemeinen Beschreibung gibt es vom VDH auch ganz genaue Regeln, die für die Hundezucht wichtig sind. Diese Regeln bestimmen Aussehen, Fell und Gewicht:

 
AllgemeinAufrechte, mächtige, kraftvolle und große Gestalt, ausdauernd, kann große Geschwindigkeiten erreichen.
KopfGroß, proportional angepasster Schädel, zwischen den Ohren breit und leicht gewölbt.
HalsKraftvoll, muskulös, mäßig lang und leicht gebogen.
KörperGut bemuskelt, kraftvoll, niemals fett.
RuteLang, hoch angesetzt.
PfotenKräftig, gut gewölbte Zehen, kurze Nägel.
HaarkleidKurz oder halblang, dicke Unterwolle, an Hals und Schultern etwas länger, alle Farben sind erlaubt.

Welche Mischlingsformen es gibt

Karabas Eine bekannte Mischlingsform des Akbas ist der Karabas

Die Akbashrasse ist eine der vier großen Hirtenhunde, die in der Türkei zu finden sind. Neben dem weißköpfigen Akbash gibt es noch den schwarzköpfigen Karabash, der eine auffällige schwarze Maske trägt sowie über schwarze Ohren und eine schwarze Kajal-Linie um mandelförmige Augen verfügt. Seine Fellfarbe ist nicht weiß, sondern sandfarbig. Karabash verfügen über einen leichteren Körperbau.

Eine weitere Mischform des türkischen Hirtenhundes ist der Karshund, der bis zu 62 Zentimeter groß werden kann. Seinen Namen erhielt er aufgrund seiner Herkunftsregion, den Kars in der Nordost-Türkei. Es handelt sich beim Karshund um eine langhaarige Ausführung des türkischen Hirtenhundes, der in allen Farben in Erscheinung treten kann. Auch gibt es den Karshund mit oder ohne Maske. Es ist nicht auszuschließen, dass der Karshund mit dem Kaukasischen Owtscharki verwandt ist. Außerdem haben viele Karshunde eine angeborene Stummelrute.

Als Überbegriff, und falls ein Hund nicht einer der drei Rassen zugeordnet werden kann, wird auch die Bezeichnung Anatolischer Hirtenhund verwendet. Die FCE-Standards für den Anatolischen Hirtenhund lassen Merkmale aller türkischen Rassen zu und erlauben auch weitere Farbkombinationen, wie Weiß mit Platten und gestromt.

Alles rund um die Zucht

Die FCI-Standards für den türkischen Hirtenhund sind nicht in der Türkei entstanden, sondern im westlichen Europa, da es in der Türkei keine entsprechenden Vereinigungen und Zuchtbücher gab. Aufgrund der Geschichte und der Herkunft des türkischen Hirtenhundes ist anzunehmen, dass sich die äußeren und charakterlichen Merkmale dieses Hundes in den letzten tausend Jahren nicht geändert haben. Die Zucht der türkischen Hirtenhunde fand offiziell erstmals in Europa statt. Damals, im Jahr 1980, wurden FCI-Standard festgelegt, die grundsätzlich jeden hirtenhundähnlichen Hund mit einer Schulterhöhe von 71 und 81 Zentimeter für Ausstellungen zulässt. Die FCI-Standards wurden jedoch von Seiten der Türkei kritisiert und es herrscht immer noch Uneinigkeit darüber, ob diese angepasst werden sollten.

 

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