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Startseite Ratgeber Hunde Deutsche Dogge: Charakter, Haltung, Pflege

Hunderatgeber

Deutsche Dogge Rasseportrait - Charakter, Farben und Zucht

Kurzinfo:

Ursprungsland Deutschland
Fellfarben Gelb, gestromt, schwarz, weiß, gefleckt, blau
Lebenserwartung 6 - 8 Jahre
Gewicht Rüden: 54 - 90 kg, Hündinnen: 45 - 59 kg
Widerristhöhe Rüden: 76 - 86 cm, Hündinnen: 71 - 81 cm
Besonderheiten Liebevoll, anhänglich, menschenbezogen
FCI-Standard Nr. 235, Gruppe 2, Sektion 2.1
Deutsche Dogge Rasseportrait Die Deutsche Dogge ist aufgrund ihrer Sanftmütigkeit bestens als Familienhund geeignet.

Passt eine Deutsche Dogge zu mir? Sind Deutsche/Dänische Doggen Familienhunde?

Charakter und Wesen

Auf Grund ihres gutmütigen und liebevollen Wesens ist die Deutsche Dogge sehr gut als Familienhund geeignet. Sowohl Kinder als auch andere Haustiere schließt sie nach kurzer Eingewöhnungsphase ins Herz und harmoniert gut mit ihnen. Der Hund gilt als besonders menschenbezogen und ist auf einen sehr engen Kontakt mit seiner Bezugsperson angewiesen. Die Sanftmütigkeit des Hundes schließt eine Sensibilität in Bezug auf die Stimmung von Menschen ein, auf die er entsprechend sensibel reagiert. Trotz ihrer Größe sollte die Dogge im Haus, also nah beim Menschen gehalten werden.

Deutsche Dogge Gesicht Die Deutsche Dogge ist sanftmütig, menschenbezogen und liebevoll.

Anforderungen an den Halter & Haltung

Die Trennung von der Familie, beispielsweise durch Zwingerhaltung, verursacht Depression und sollte unbedingt vermieden werden. Die Deutsche Dogge ist wegen ihrer imposanten Erscheinung ein guter Schutz für Leib und Haus, wobei sie in ihrer Art nicht aggressiv ist und auch selten bellt. Sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass viele Menschen Angst vor der Dogge haben werden.

Beachtet werden muss außerdem, dass eine Deutsche Dogge viel Auslauf benötigt. Beim Spielen und Toben kann die Dogge Kindern, Alten oder Gebrechlichen unbeabsichtigt Schaden zufügen. Sie sollte daher nie unbeaufsichtigt bleiben. Vor der Anschaffung muss unbedingt bedacht werden, dass ein Familienmitglied sehr viel Zeit mitbringt, um mit dem Hund auch bei Wind und Wetter lange Spaziergänge auf Wiesen, Feldern und im Wald zu unternehmen. Besitzerwechsel sollten vermieden werden, deshalb ist es sehr wichtig, dass die Anschaffung des gefühlvollen Hundes von allen Familienmitgliedern lange überlegt wird.

Erziehung - Kein Hund für Anfänger

Wer sich eine Deutsche Dogge anschafft, sollte über etwas Erfahrung mit Hunden verfügen. Schon im Welpenalter muss der Hund konsequent erzogen und sozialisiert werden, da er durch seine Größe und Kraft gefährlich werden kann. Dafür lässt sie sich gerne erziehen und führen, verzeiht Fehler des Halters in der Erziehung aber nicht. Die Erziehung fällt auch nicht immer leicht, da das Tier vielen Menschen an Kraft überlegen ist.

Die Hundehaltung in der Stadt ist nur bedingt zu empfehlen, eine große Wohnung oder ein Haus außerhalb mit großen Wiesen und Park- oder Waldanlagen wären ideal. Zu beachten ist auch, dass sämtliches Hundezubehör für die Deutsche Dogge in Großformat vorliegen muss. Außerdem frisst sie ob ihrer Größe entsprechend mehr als kleinere Hunde.

Körperbau und Aussehen

Schwarz-weiße Deutsche Dogge Größe Kennzeichnend für diese Hunderasse ist besonders die Größe, wobei die Widerristhöhe bis zu 80 cm betragen kann.

Die Deutsche Dogge, früher Dänische Dogge, ist eine der größten Hunderassen. Die Widerristhöhe beträgt bei Rüden mindestens 80 cm, bei Hündinnen 72 cm. Das Gewicht beträgt bis zu 95 kg, bzw. 50-65 kg. Der Körper ist gut bemuskelt und fast quadratisch - die Länge des Rumpfes soll die Widerristhöhe um nicht mehr als 5-10% übersteigen. Der Rücken ist fast geradlinig, die Gliedmaßen sind sehr kräftig und ästhetisch geformt. Die hoch angesetzte Rute wird herabhängend getragen, bei Erregung etwas höher, jedoch nicht wesentlich über der Rückenlinie. Das glänzende Haar der Dogge ist sehr kurz und dicht und liegt glatt an. Bei gelber Fellfarbe ist eine schwarze Maske üblich, bei der blauen Varietät weiße Abzeichen an Brust und Pfoten möglich.

Geschichte und Herkunft

Als Stammhunde verschiedener Doggenarten wie der Englischen Bulldogge, der Bordeaux-Dogge oder eben der Deutschen Dogge gelten die Kampfhunde der Assyrer, die diese vor ungefähr 4000 Jahren hielten. Die Briten brachten diese Hunde als Kampfhunde im 2. Jahrhundert nach Europa.

Obwohl die Zucht der Hunde seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland betrieben wurde, hielt sich der Name Englischer Hund bis ins 19. Jahrhundert. Deutsche Doggen waren als Hofhunde beliebt.

Besonders schöne Exemplare wurden als Kammerhunde, andere als Wach- und Leibhunde gehalten. Es setzte sich auch die Nutzung des Hundes als Jagdhund für die Hatz auf Wildschweine, Bären und Hirsche durch. Von dort stammen die Alternativbezeichnungen Saupacker und Hatzrüde. Andere früher gebräuchliche Namen sind Ulmer Dogge und Große Dogge. 1878 wurden alle großen Doggen unter der Bezeichnung Deutsche Dogge zusammengefasst. Der Standard wurde 1880 festgelegt und wird seit 1888 vom Deutschen Doggen Club betreut.

Deutsche Dogge: Zucht und Züchter

Die meisten Züchter von Deutschen Doggen sind im Deutschen Doggen Club 1888 e. V. organisiert. Dieser wurde 1888 gegründet und ist der älteste Rassehundezuchtverein Deutschlands. Er ist Mitglied im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und verfolgt als Hauptziel die Fortführung der Zucht der Deutschen Dogge. Über Kleinanzeigen für Hunde bei markt.de finden sich viele Inserate von Züchtern. Mit Hilfe der Angebote können Sie sich junge Hunde anschauen. Nehmen Sie den Kontakt zu den Züchtern über das Kontaktformular oder per Telefon auf und besuchen Sie die Welpen vor Ort.

Beschreibung (analog VDH)

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest. Unter anderem sind in diesen Regeln das Aussehen, Gewicht und Fell definiert.

 
Allgemein   Die Deutsche Dogge vereinigt in ihrer edlen Gesamterscheinung bei einem großen, kräftigen und wohlgefügten Körperbau, Stolz, Kraft und Eleganz.
Kopf Schädel Die die Augenbrauenbögen gut entwickelt, ohne jedoch hervorzutreten
Fang Soll tief und möglichst rechteckig sein, nicht spitz, zu knapp oder weit überhängend (Flatterlippen). Gut erkennbare Lefzenwinkel. Dunkel pigmentierte Lefzen. Bei schwarz-weiß gefleckten Doggen sind unvollständig pigmentierte oder fleischfarbene Lefzen zu tolerieren.
Augen Mittelgroß, mit lebhaftem, klugem, freundlichem Ausdruck, möglichst dunkel, mandelförmig mit gut anliegenden Lidern. Nicht zu weit auseinanderstehend und keine Schlitzauge.
Hals   Lang, trocken, muskulös, nicht kurz oder dick. Gut ausgebildeter Ansatz, sich zum Kopf hin leicht verjüngend, mit geschwungener Nackenlinie. Aufgerichtet getragen, dabei etwas schräg nach vorne geneigt, aber kein Hirschhals. Zu viel lose Kehlhaut oder Wamme ist unerwünscht.
Körper Lendenpartie Leicht gewölbt, breit, kräftig bemuskelt.
Brust Bis zu den Ellenbogengelenken reichend. Gut gewölbte, weit zurückreichende Rippen. Brust von guter Breite und Tiefe, mit ausgeprägter Vorbrust ohne zu stark hervortretendes Brustbein. Keine flachen oder tonnenförmigen Rippen.
Rücken Kurz und straff, in annähernd gerader Linie geringfügig nach hinten abfallend, keinesfalls nach hinten ansteigend oder zu lang.
Rute Form Bis zum Sprunggelenk reichend. Nicht zu lang oder zu kurz. Hoch und breit angesetzt, weder zu hoch noch zu tief angesetzt und nicht zu dick. Zum Ende hin sich gleichmäßig verjüngend.
Haltung In der Ruhe mit natürlichem Schwung herabhängend, in der Erregung oder in der Bewegung leicht säbelartig aber nicht hakenförmig oder geringelt getragen und nicht wesentlich oberhalb der Rückenlinie oder seitlich abgedreht. Bürstenrute nicht erwünscht.
Pfoten   Rundlich, hochgewölbt, mit eng aneinander liegenden Zehen (Katzenpfoten). Krallen kurz, stark, möglichst dunkel.
Haarkleid Haar Sehr kurz und dicht, glatt anliegend, glänzend. Nicht stumpf oder stockhaarig
Farbe gelb, gestromt, schwarz-weiß gefleckt, schwarz, blau.

Pflege und Gesundheit der Deutschen Dogge

Schwarz-weiße Deutsche Dogge Welpe Die Deutsche Dogge sollte schon als Welpe an Fellpflege und baden gewöhnt werden.

Fellpflege

Die Deutsche Dogge gehört zu den sogenannten Kurzhaarhunden, so dass kaum Aufwand in diesem Bereich von Nöten ist. Bürsten Sie den Hund ein bis zweimal pro Woche. Dies sollte ausreichen. Auch genügt es, den Hund lediglich ein bis zweimal pro Jahr zu baden. Als Liegeplatz benötigt der Hund eine weiche Decke, um Liegeflecken zu vermeiden. Sorgen Sie außerdem für genügend Freiraum um den Schlafplatz herum, da Doggen dazu tendieren, ihren empfindlichen Schwanz an umgebenden Gegenständen aufzuschlagen. Dies kann im Extremfall sogar zu Amputationen führen.

Krankheiten

Vor allem wegen ihrer Größe neigt die Deutsche Dogge zu rassespezifischen Krankheiten. Dazu gehört vor allem die Herzmuskelerkrankung dilatative Cardiomyopathie (kurz DCM). Auch Hüftgelenksdysplasie, Magendrehung und Knochenkrebs sind bekannte Krankheiten dieser Rasse. Insgesamt scheint sie sehr krankheitsanfällig zu sein, so dass über 80% der Rasse bereits vor Erreichen des 10. Lebensjahres versterben.

Ernährung

Durch ihre Größe hat die Deutsche Dogge auch einen großen Appetit. Sie braucht viel Futter und in der zweijährigen Wachstumsphase sollte auf hochwertiges Futter geachtet werden. Zudem frisst die Dogge schnell und nicht gerade sauber. Meist steht nach der Fütterung eine Reinigung von Fressplatz und Hund an.

Deutsche Dogge: Kein Stadthund

Dieser sanfte Riese braucht viel Bewegung und eine gute, konsequente Erziehung. Der temperamentvolle Vierbeiner lässt seiner Energie gern freien Lauf. Eine Deutsche/Dänische Dogge gehört weder in ein Hochhaus, noch in die Großstadt! Treppensteigen fällt der Deutschen Dogge schwer, dies gilt es daher zu vermeiden. Auf Grund ihrer imposanten Erscheinung und ihrer Skepsis gegenüber Fremden eignet sich die Deutsche Dogge auch als Wachhund. Falsche Haltung, mangelnde Erziehung, fehlende Bindung sowie unzureichende Bewegung sind häufig Aggressionsauslöser der sonst eher sanftmütigen und ruhigen Hunderasse.


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