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Startseite Ratgeber Hunde Rottweiler: Charakter, Haltung, Pflege und Zucht

Hunderassen von A-Z

Rottweiler - die Hunderasse im Portrait - Charakter, Farben und Zucht

Kurzinfo:

Ursprungsland Mitteleuropa
Fellfarben Schwarz mit rotbraunen Abzeichen
Lebenserwartung 8 - 10 Jahre
Gewicht Rüden: 50 kg, Hündinnen: 42 kg
Widerristhöhe Rüden: 63 - 69 cm, Hündinnen: 56 - 63 cm
Besonderheiten Gehorsam, aufmerksam, anhänglich
FCI-Standard Nr. 147, Gruppe 2, Sektion 2
Rottweiler Rasseportrait Der Rottweiler zeichnet sich durch seine Kraft und Arbeitsfreude aus.

Allgemeines zum Rottweiler

Der Rottweiler genießt den Ruf eines selbstbewussten und kraftvollen Hundes und zeichnet sich durch seine Kraft und Arbeitsfreude aus. Daher benötigen Menschen, die sich für die Haltung eines Rottweilers interessieren, schon im Vorfeld Erfahrung mit Hunden und deren Erziehung und Haltung gesammelt haben. Da Rottweiler sehr schwer und kräftig werden können, ist es unabdingbar, dass auch sein Halter eine gewisse Kraft besitzt, um den Hund an der Leine führen zu können.

Wesen, Charakter & Temperament des Rottweilers

Er ist sehr ausdauernd sowie gehorsam und führig. Die meisten Rottweiler besitzen trotz aller Kraft auch ein sehr sensibles Gemüt und sind gutmütig, deshalb eignen sie sich auch für Familien mit Kindern, gerade wenn sie schon als Welpe in die Familie kommen. Jedoch sollte der Hund nicht unbeaufsichtigt mit den Kindern spielen. In einer Familie findet der Hund ständig einen Spielpartner, sodass er immer ausgelastet sein wird. Er ist sehr intelligent. Sein Verhalten bleibt stets selbstsicher und unerschrocken. Bei guter Haltung sind Rottweiler sehr anhänglich, ergeben, treu und zuverlässig.

Rottweiler: Haltung und Erziehung

Rottweiler Erziehung & Haltung Der Rottweiler braucht eine konsequente aber einfühlsame Erziehung.

Perfekt ist der Hund auch für junge aktive Sportler, die eine Begleitung beim Joggen oder auch beim Radfahren suchen. Völlig ungeeignet ist der Hund hingegen für nervöse und unsichere Menschen, die lediglich eine Alarmanlage für ihr Haus oder ihr Grundstück suchen. Diese Hunderasse wurde ursprünglich zur Viehzucht und als Wachhund verwendet. Dementsprechend ist der Rottweiler sehr aufmerksam und erkennt alles, was in seiner Umwelt geschieht.

Auf Grund seiner Stärke und seinem Drang zu bewachen kann von einem Rottweiler bei falscher Sozialisierung jedoch auch eine Gefahr ausgehen. Dies erfordert eine konsequente und vernünftige Erziehung. Es ist wichtig, dass der Rottweiler Disziplin und die Einhaltung der Rangordnung lernt. Die Erziehung muss zugleich einfühlsam sein. Da der Rottweiler in einigen Ländern auf der Liste der Kampfhunde steht, sollte man sich vor Anschaffung des Hundes eingängig informieren, ob ein Wesenstest oder auch sonstige Vorkehrungen erforderlich sind

Körperbau und Aussehen

Der Körper des Rottweilers ist mittelgroß bis groß. Rüden haben eine Widerristhöhe von 63 bis 69 cm, Hündinnen von 56 bis 63 cm. Sie wiegen in etwa 50 kg bzw. 42 kg. Rottweiler sind robuste und stämmige Hunde, die sehr kräftig sind und eine temperamentvolle Erscheinung haben. Die Fellfarbe ist schwarz mit rotbraunen, mahagonifarbenen Abzeichen. Die Abzeichen befinden sich an der Halsunterseite, Brust, den Läufen, unter der Rutenwurzel und über den Augen. Diese dürfen nur 10 % der Körperfläche bedecken. Der Rottweiler besitzt Stockhaar - es besteht aus Deckhaar und Unterwolle, welche nicht unter dem Deckhaar hervortreten soll. Die Rute ist naturbelassen, also waagerecht als Verlängerung der Rückenlinie.

Pflege und Gesundheit

Rottweiler Pflege Der Rottweiler ist ein pflegeleichter Hund.

Pflegehinweise für den Rottweiler

Die Fellpflege ist beim Rottweiler mit nur wenig Aufwand verbunden. Es reicht, den Hund einmal die Woche zu bürsten und so abgestorbene Haare zu entfernen. Wer seinem Hund etwas Gutes tun will, der kann auch täglich zur Bürste greifen. Das beugt verstärktem Haarausfall vor und bringt den Kreislauf des Tieres in Schwung. Sollten sie sich nicht natürlich abreiben, müssen die Krallen des Rottweilers regelmäßig gekürzt werden. Eine wöchentliche Kontrolle hilft dabei, zu lange Krallen zu erkennen.

Nach dem Spaziergang sollten Sie den Hund nach Zecken absuchen und die festgebissenen Parasiten gleich entfernen. Die halb hängenden Ohren des Rottweilers muss man regelmäßig ausputzen. Dreck oder Ohrenschmalz können sich dort leicht anlagern und Entzündungen herbeiführen. Das Fell des Rottweilers ist hingegen recht pflegeleicht.

Des Weiteren sollte, wie bei jedem Hund, auch auf Zahnpflege geachtet werden. Ob Mensch oder Tier, wer hat schon gern faule Zähne, die weh tun? Hierfür gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Kauknochen, die gleichzeitig als Zahnbürste wirken. So ein Knochen genügt einmal pro Woche. Ein Vollbad ist ca. 3- bis 4-mal pro Jahr zu empfehlen.

Bei Maulkorbträgern

Die Hautstellen, an denen ein Maulkorb anliegt, müssen stets beobachtet werden. Wenn der Maulkorb nicht richtig sitzt oder das Leder steif geworden ist, kann daran die Haut reiben. Die wunden Stellen sollten sofort behandelt werden, sonst kann es zur Narbenbildung kommen. Auf diesen Narben wächst kein Fell mehr. Weiter muss der Maulkorb entsprechend angepasst oder ausgetauscht werden.

Genetisch bedingte Krankheiten

Rottweiler Welpen Bei Rottweilern können bei Hunden verbreitete Krankheiten auftreten.

Wie auch bei anderen großen Hunderassen treten Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie häufig auf. In den letzten Jahren kommen außerdem Herzerkrankungen vermehrt oft bei Rottweilern vor, deren konkrete Ursache bisher noch nicht übergreifend festgestellt werden konnte. Die Leukoenzephalomyelopathie ist eine erblich bedingte Erkrankung, die bei Jungtieren zu fortschreitenden Lähmungen führt. Sie ist unheilbar, jedoch sehr selten.

Beschreibung (analog VDH)

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest. Unter anderem sind in diesen Regeln das Aussehen, Gewicht und Fell definiert.

Allgemein   Mittelgroßer bis großer, stämmiger Hund, weder plump noch leicht, nicht hochläufig oder windig.
Seine im richtigen Verhältnis stehende, gedrungene und kräftige Gestalt lässt auf große Kraft, Wendigkeit und Ausdauer schließen.
Kopf Schädel Mittellang, zwischen den Ohren breit. In der Stirnlinie, seitlich gesehen, mäßig gewölbt. Hinterhauptstachel gut entwickelt, ohne jedoch stark hervorzutreten.
Fang Sollte im Verhältnis zum Oberkopf weder gestreckt noch verkürzt wirken.
Augen Mittelgroß, mandelförmig und von tiefbrauner Farbe.
Hals   Kräftig, mäßig lang, gut bemuskelt, mit leicht gewölbter Nackenlinie, trocken, ohne Wamme oder lose Kehlhaut.
Körper Brust Geräumig, breit und tief (ca. 50% der Widerristhöhe), mit gut entwickelter Vorbrust und gut gewölbten Rippen.
Lendenpartie Tief, kurz und kräftig.
Rücken Stramm, kräftig und gerade.
Rute   Naturbelassen, waagrecht in Verlängerung der Rückenlinie; im Ruhezustand auch hängend möglich.
Pfoten Vorderpfoten Rund, Zehen eng aneinander liegend und gewölbt; Ballen sind hart; Krallen schwarz, kurz und stark.
Hinterpfoten Etwas länger als die Vorderpfoten; Zehen stark, ebenso eng aneinander liegend, gewölbt.
Haarkleid Haar Stockhaar, bestehend aus Deckhaar und Unterwolle. Deckhaar derb, mittellang, dicht und straff anliegend; die Unterwolle sollte nicht aus dem Deckhaar hervortreten. An den Hinterläufen ist die Behaarung etwas länger.
Farbe Schwarz mit gut abgegrenzten Abzeichen (Brand) von satter, rotbrauner Färbung an Backen, Fang, Halsunterseite, Brust und Läufen sowie über den Augen und unter der Rutenwurzel.

Geschichte und Herkunft des Rottweilers

Die Geschichte des Rottweilers geht bis in das Römische Reich zurück. Dort wurden seine Vorfahren als Hüte- und Treibhund und auch zur Jagd auf Schwarzwild eingesetzt. Rottweiler dienten als Wachhunde an den römischen Außenposten, insbesondere an dem bekannten Grenzwall Limes. Nahe des südlichen Limes lag eine schwäbische Stadt namens Rottweil. Sie war im 19. Jahrhundert der Hauptumschlagsplatz des deutschen und südeuropäischen Viehhandels. Von dort aus mussten zahlreiche Großviehherden in die umliegenden Gebiete getrieben werden. Der Rottweiler wurde dort eingesetzt, um die Herden zu bewachen und anzutreiben. Aufgrund seines dortigen hohen Aufkommens erhielt diese Hunderasse den Namen der Stadt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Rottweiler jedoch fast gänzlich ausgestorben, da er in Zeiten der Eisenbahn und anderer Fahrzeugen nicht mehr für diese Aufgabe als Treibhund gebraucht wurde. Erst in den darauffolgenden Jahrzehnten wurden seine positiven Eigenschaften wiederentdeckt und der Rottweiler wurde mehr gezüchtet. Im Jahr 1910 erkannte man die Rasse als Polizei- und Militärhund an.

Rottweiler Züchter

Junger Rottweiler Der Rottweiler hat ein sensibles Gemüt.

Rottweiler Züchter sind im Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Klub e.V. und im Rottweiler Club Deutschland e. V. organisiert. Hier finden Sie auch Informationen zu Züchtern, Würfen und Beratung zur Rasse.

Sind Rottweiler Kampfhunde?

Auf Grund der natürlichen Wachsamkeit und vielmehr noch auf Grund der Haltung als Wach- und Schutzhunde gelten Rottweiler häufig als aggressiv. In einigen Bundesländern kann wegen der Bestimmungen über Kampfhunde ein Wesenstest erforderlich sein, auch wenn Rottweiler pauschal keine Kampfhunde sind. Lesen Sie dazu mehr im Ratgeber über Kampfhunde. Die Gesetzeslage ändert sich auf Bundesebene regelmäßig, informieren Sie sich über die lokalen Bestimmungen.

Rottweiler Welpen

Wenn Sie einen Rottweiler Welpen adoptieren und aufziehen, finden Sie viele Tipps im Hunderatgeber. Lesen Sie als ersten Schritt Tipps für die Namensgebung unter Hundenamen für Rottweiler und ihre Bedeutung.

 

Hinweis: Kampf- und Listenhunde sowie deren Kreuzungen dürfen seit Juni 2019 nicht mehr auf markt.de angeboten werden.


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