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Startseite Ratgeber Jobs, Karriere Was verdient ein Dolmetscher?

Gehalts-Check - Übersicht

Was verdient ein Dolmetscher?

Grafik Dolmetscher Dolmetscher übersetzen gesprochene Texte.

Die Aufgabe eines Dolmetschers/einer Dolmetscherin besteht in der mündlichen Übersetzung eines gesprochenen Textes, z.B. während eines Vortrags, einer Konferenz oder einer Gerichts- oder Geschäftsverhandlung. Dabei kann simultan- oder konsekutivdolmetschen gefordert sein.

Simultandolmetschen ist das gleichzeitige Übersetzen in die Zielsprache (meist die Muttersprache des Dolmetschers/der Dolmetscherin), während er/sie den Text in der Ausgangssprache hört, konsekutivdolmetschen ist das Übersetzen in die Zielsprache nach dem Hören eines Satzes oder Absatzes.

Dolmetscher arbeiten angestellt, z.B. in Übersetzungsbüros, Institutionen wie der EU oder großen Wirtschaftunternehmen in denen regelmäßig Dolmetschertätigkeiten gefordert werden. Alternativ können sie sich selbständig machen und als Freiberufler arbeiten.

Der Verdienst ist abhängig von vielen Faktoren, z.B. der Qualifikation des Dolmetschers/der Dolmetscherin. Handelt es sich um eine schulische Ausbildung, ein Bachelor- oder ein Masterstudium oder einen Quereinstieg? Wie viele bzw. welche Sprachen spricht der Dolmetscher/die Dolmetscherin? Die Berufserfahrung, der Kundenkreis und bei einer Festanstellung eventuell das Lebensalter spielen bei der Bezahlung eine Rolle. Ebenso wichtig ist, ob es sich um eine eher seltene Fremdsprache handelt, oder ob es viele gut ausgebildete Dolmetscher für diese Sprache gibt.

Angestellte DolmetscherInnen können mit einem Bruttolohn von ca. 2.600 - 4.400 Euro im Monat rechnen.

Bei Freiberuflern hängt die Bezahlung vor allem vom Kundenkreis und der eingesetzten Arbeitszeit ab. Kleinere Unternehmen haben ein viel geringeres Budget für außerbetriebliche Dienstleistungen zur Verfügung als große.

Wie Dolmetscher konkret arbeiten

Dolmetscher beherrschen mehrere Sprachen fließend, kennen sich in verschiedenen Fachgebieten sehr gut aus und bereiten sich stets gezielt auf die Inhalte ihrer jeweiligen Einsätze vor.

Es gibt unterschiedliche Dolmetschtechniken:

  • Konsekutivdolmetschen: Unter Konsekutivdolmetschen versteht man die zeitversetzte Übertragung längerer Redeabschnitte. Meist macht sich der Dolmetscher während des Originalvortrags Notizen (mit einer speziellen Notationstechnik, die du in der Ausbildung erlernst), um das Gesagte schließlich detailliert in der Zielsprache wiedergeben zu können. Typische Einsatzgebiete sind Tisch-, Begrüßungs- und Festreden, bilaterale Verhandlungen sowie Führungen und Vorträge.
  • Simultandolmetschen: Beim Simultandolmetschen überträgst du die Redebeiträge fast in Echtzeit, also parallel zum Originalvortrag. Diese Technik findet vor allem bei mehrsprachigen Veranstaltungen, Verhandlungen, Konferenzen, Tagungen oder auch Galas und anderen Shows Anwendung.
  • Gesprächsdolmetschen: Das Gesprächsdolmetschen ist eine Sonderform des Konsekutivdolmetschens. Du übersetzt kürzere Textpassagen zeitversetzt und abschnittweise. Wesentliche Einsatzgebiete sind Verhandlungen am "Runden Tisch", Tischgespräche, technische Gespräche (wie bei Maschineneinführungen) oder auch Live-Interviews mit Sport-, Musik- und Filmstars.
  • Flüsterdolmetschen: Bei dieser Sonderform des Simultandolmetschens stehst oder sitzt du hinter beziehungsweise neben der Person, für die gedolmetscht werden soll, und flüsterst ihr die Redebeiträge simultan zum Originalvortrag zu. Flüsterdolmetschen eignet sich nur für bestimmte Situationen, etwa bei Vorträgen, die nur ein oder zwei Zuhörer in der Originalsprache nicht verstehen und entsprechend eine Übersetzung benötigen.

Informationen zu Ausbildung und Voraussetzungen

Bild Dolmetscher Im Grundstudium lernst du die jeweiligen Fremdsprachen.

Die landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung zum Dolmetscher absolvierst du an einer der vorhandenen Fachakademien. Sie dauert in der Regel drei Jahre. Bist du bereits staatlich geprüfter Fremdsprachenkorrespondent, kannst du die Aufbauausbildung zum Dolmetscher in einem Jahr erlangen. Alternativ hast du auch die Möglichkeit, Dolmetschen an einer Universität zu studieren. Für das Studium musst du drei bis fünf Jahre einplanen.

Meist gibt es eine Splittung in Grund- und Hauptstudium. Im Grundstudium lernst du die Fremdsprache(n) in Verbindung mit Linguistik und Deutsch, denn auch deine Muttersprache musst du perfekt beherrschen. Die Techniken des Dolmetschens werden dir dann im Hauptstudium beigebracht. Auch ein (relativ) frei wählbares Ergänzungsfach - etwa Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften, Informatik oder Technik - steht auf dem Lehrplan.

Um die fremdsprachliche Ausbildung starten zu dürfen, brauchst du das Abitur oder die Fachhochschulreife sowie mindestens grundlegende Kenntnisse der gewünschten Fremdsprachen. Zudem solltest du einige persönliche Voraussetzungen mitbringen: Wenn du dich generell für Sprachen und fremde Kulturen einschließlich deren Geschichte begeisterst, ein gutes mündliches Ausdrucksvermögen sowie eine hohe Konzentrationsfähigkeit besitzt und dich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt, ist Dolmetscher sicherlich ein passender Beruf für dich. Wichtige Fähigkeiten, die du darüber hinaus mitbringen solltest, sind spezifische Sachkenntnisse in diversen Bereichen und Einfühlungsvermögen. Beides hilft dir, die Originalrede sowohl inhaltlich korrekt als auch emotional adäquat in die Zielsprache zu übertragen.

Wie es nach der Ausbildung weitergeht

Nach der Ausbildung zum Dolmetscher stehen dir Türen zu ganz unterschiedlichen Branchen offen. Viele landen in schon existierenden Übersetzungsbüros, andere gründen ihre eigenen. Zudem besteht in EU-Institutionen wie der EU-Kommission oder dem EU-Parlament, in Landes- und Bundesbehörden sowie zahlreichen großen Wirtschaftsunternehmen enormer Bedarf an gut ausgebildeten Dolmetschern.

Natürlich ist es wichtig, dass du die im Zuge deiner Ausbildung erworbenen Sprachkenntnisse aufrecht und stets aktuell hältst. Willst du dich zusätzlich fortbilden, kannst du beispielsweise in berufsbegleitenden Weiterbildungen neue Fremdsprachen erlernen oder ergänzende kommunikative Kompetenzen erwerben. Denkbar ist auch die Vertiefung einzelner Fachrichtungen.

Strebst du an, früher oder später eine Führungsposition einzunehmen, solltest du Dolmetschen (von Anfang an oder im Sinne einer Fortbildung) an einer Universität studieren und den Bachelor und Master absolvieren.

Verwandte Alternativen zum Dolmetscher

Reden ist doch nicht so ganz dein Metier, du möchtest aber dennoch mit Fremdsprachen arbeiten? Dann wirst du am besten Übersetzer. Im Gegensatz zum Dolmetscher überträgt der Übersetzer die Inhalte nämlich nicht mündlich, sondern schriftlich in die Zielsprache. Wer gerne in fremden Sprachen spricht und schreibt, sich aber nicht so sehr mit spezifischen Inhalten auseinandersetzen möchte, findet als Fremdsprachenlehrer an Schulen vielleicht seine Berufung.


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Bild 2: © pixabay.com / geralt