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Startseite Ratgeber Pferde Berber: Haltung, Pflege, Wesen, Zucht, Geschichte

Pferderassen - Übersicht

Berber – das soziale Reit- und Kutschpferd – Herkunft & Zucht

Steckbrief:

Herkunft Maghreb Staaten
(Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen, Mauretanien)
Hauptzuchtgebiet Maghreb Staaten, Frankreich, Deutschland
Verbreitung Nordafrika, Europa
Stockmaß 145 – 160 cm
Farben Überwiegend Schimmel; Rappen, Braune,
Füchse und weitere Farben
Charakter Temperamentvoll, mutig und ausdauernd
Erscheinungsbild Mittelgroßes, kompaktes Kleinpferd mit
außerordentlich guten Beinen und Hufen
Herausstellungsmerkmal Soziale Bindungsfähigkeit an seinen Menschen
Haupteinsatzgebiet Reit- und Kutschpferd
Berber Der Berber ist ein sehr ausdauerndes Pferd und eignet sich dadurch gut als Reitpferd.

Allgemeines

Der Berber war eines der ersten Pferde, die vom Menschen domestiziert wurden. Möglicherweise ist es hierauf zurückzuführen, dass bei Pferden dieser Rasse eine außergewöhnlich hohe soziale Bindungsfähigkeit an den Menschen beobachtet werden kann. Seit tausenden von Jahren lebten Berber im nahen Umfeld der Menschen und passten sich immer wieder den anfallenden Aufgaben an. Stets stand der Brabanter im Dienst der Menschen, früher als Arbeitspferd auf dem Feld, später als Reitpferd auf Eroberungsfeldzügen und schließlich seit dem 17. Jahrhundert als Rennpferd, wie auch exklusives Reitpferd mit eleganten Bewegungen.

Passt ein Berber zu mir? Einsatzgebiete & Eignung

Kopf brauner Berber Berber bauen eine sehr enge Bindung zu Menschen auf.

Ein Pferd fürs Leben - kaum ein anderes Pferd baut eine intensivere Beziehung zu seinem Reiter auf als ein Berber. Ob für Reitanfänger, fortgeschrittene Gelegenheitsreiter oder professionelle Sportreiter - ein Pferd dieser Rasse eignet sich für alle. Mut, Ausdauer und der Wille zur Leistung zeichnen dieses robuste Kleinpferd aus. Wer ein genügsames Reit- und Arbeitspferd sucht, wird ebenso fündig, wie ein Kind, das unbedingt das Reiten lernen möchte. Der Berber ist aufgrund der geringen Größe und der angenehmen Reiteigenschaften gut für Anfänger und Menschen die Schwierigkeiten im Besteigen großer Pferde haben geeignet.

Ein Berber ist ein edles Pferd mittlerer Größe, zeigt flüssige Bewegungen und ist in allen Gangarten taktsicher. Seine Schnelligkeit auf kurzen Strecken oder seine Ausdauer auf längeren Wegen macht diese aus Nordafrika stammende Rasse auch für Sportreiter oder Westernreiter sehr interessant. Auf dem breiten Rücken sitzt es sich aber auch bei gelegentlichen Ausritten sehr bequem. Ein Berberpferd passt sich seinem Besitzer an und geht eine enge Bindung zu ihm ein.

Körperbau, Aussehen & Bewegungen

Exterieur

Kleinere Vertreter dieser Pferderasse erreichen nur knapp das Endmaßpony Stockmaß. „Klein aber oho“ scheint hier das Motto zu lauten, denn der Berber ist durchaus ein sehr leistungsfähiges Kleinpferd. Berber lassen sich dem Quadrattyp zuordnen.

Der stabile, kurze und kräftige Rücken trägt auch erwachsene Reiter und endet in einem tief angesetzten Schweif, ein typisches Rassemerkmal des Berbers. Die Kruppe ist zudem abfallend und rund. Der Hals des Berbers ist stark, kurz und geschwungen. Das Profil des Kopfes lässt sich als gerade bis konvex beschreiben - im Vergleich zum Araber ist der Kopf außerdem eher lang und geht in Richtung eines Ramskopfes. Die Ohren sind eher klein und die Ganaschen ausgeprägt.

Berber Schimmel Berber sind zu ca. 80% Schimmel - es gibt sie aber auch in anderen Grundfarben.

Bewegungen

Aufgrund seiner Herkunft hat der Berber harte kleine Hufe und starke, robuste aber eher kurze Beine, die sich durch deutliche Knieaktion und Trittsicherheit auszeichnen. Dennoch wirken die Bewegungen flüssig und rund - jedoch auch federnd, fleißig und energisch. Unter den Berbern finden sich gelegentlich auch Naturtölter, die über eine für den Reiter äußerst bequemen Viertaktgangart verfügen.

Fellfarben

Berber sind meist Schimmel in verschiedenen Nuancen. Es gibt sie aber auch in allen anderen Grundfarben, z.B. als Rappen, Füchse, Braune oder in verschiedenen Cremefarben wie Cremello, Falbe oder Palomino.

Typen

Je nach Verwendung und Region weisen Berber verschiedene Eigenschaften auf. Sie werden deshalb in acht verschiedene Berber-Typen unterschieden:

  • Oran (Algerien & Marokko)
  • Tebessa (Tunesien)
  • Constantine (Algerien)
  • Djebel Amour (Algerien)
  • Mogador (Marokko)
  • Hochplateau (Algerien - Atlasregion)
  • Kairouan (Nordtunesien)
  • Kabylei (Algerien & Marokko - Gebirgsregion)

Charakter & Wesen

Temperament, Ausdauer und Leistungsbereitschaft machen den Berber zu einem hervorragenden Sportpferd. Über kurze Strecken schnell, über lange Strecken ausdauernd und zäh, eignet er sich für verschiedene Sparten des Reitsports, vor allem auch wegen der ausgesprochenen Leichtrittigkeit. Ob Sport- oder Freizeitpferd, der Berber baut häufig eine außergewöhnlich enge Bindung und großes Vertrauen zu seinem Reiter auf.

Berber mit Mensch Der Berber zeichnet sich durch Temperament, Ausdauer und Leidenschaft, aber auch durch Sanftmut und Personenbezogenheit aus.

Zudem zeichnet sich der Berber durch sein sanftes Gemüt, Personenbezogenheit & Menschenfreundlichkeit aus. Aggressive Berber gibt es eigentlich nicht - diese wie andere negative Eigenschaften wurden über Jahrtausende durch gezielte Zucht ausselektiert. Mit einem Berber erhältst Du außerdem ein sehr mutiges, duldsames und nervenstarkes Pferd - also ein echtes Verlasspferd, das sich auch durch Ruhe, Disziplin und Liebenswürdigkeit auszeichnet. Geprägt durch ihre Herkunft sind Berber zudem als hart, ausdauernd und zäh zu beschreiben.

Haltung & Gesundheit

Berber sind - vor allem durch ihre Herkunft - sehr robust und ausdauernd. Durch die großen Temperaturschwankungen des Nordafrikanischen Klimas, kommt der Berber sowohl bei sehr hohen als auch bei sehr niedrigen Temperaturen gut zurecht. Die Kleinpferde haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und fühlen sich deshalb in einer Herde besonders wohl. Zu empfehlen ist außerdem die Haltung in einem Offenstall mit Möglichkeit zum Auslauf.

Da es sich bei Berbern um sehr menschenbezogene Tiere handelt, sollte der Stall möglichst in Menschennähe sein - außerdem freut sich der Berber über regelmäßige Aktivitäten mit seiner Bezugsperson.

Herkunft und Zucht

Beim Berber handelt es sich um eine der ältesten Pferderassen weltweit - es gibt sie seit fast 4.000 Jahren. Ihren Ursprung haben die Berber bei den gleichnamigen indigenen Ethnien in Nordafrika, die als Bauern lebten oder als Nomaden durch das Land zogen. Sie benutzten Berber vor allem als Kriegspferde, da sie besonders schnell, wendig und mutig sind. Auf Berbern ritten so auch Hannibals Krieger über die Alpen.

Berber mit Reiter Berber zählen zu den ältesten Pferderassen der Welt und wurden früher vor allem als Kriegspferde eingesetzt.

Seine hervorragende Eignung als elegantes Reitpferd verschaffte dem Berber zwischen dem 16. Bis 19. Jahrhundert große Bekanntheit und Beliebtheit, sodass er erfolgreich zur Veredelung verschiedener anderer Pferderassen eingesetzt wurde. Sogar die Reinzucht des Englischen Vollblutes geht unter anderem auf einen Brabanterhengst zurück. Rasch verbreitete sich der Berber in der ganzen Welt und wurde mit vielen anderen Rassen gekreuzt. Den ursprünglichen reinen Berber findet man heute nur noch in seinen Ursprungsländern, wo große Anstrengungen unternommen werden, diese ursprüngliche Rasse vor dem Aussterben zu bewahren.

Eine weiterverbreitete Variante ist der Araber-Berber, der sich als Freizeit- und Sportpferd großer Beliebtheit erfreut. Es handelt sich um eine Kreuzung aus Araber (Vollblutaraber) und Berber, bei der alle positiven Eigenschaften der Rassen vereint werden. Der Araber kam durch arabischen Bevölkerungsgruppen nach Nordafrika und wurde so mit Berbern gekreuzt. Rein äußerlich ähnelt der Araber-Berber eher dem Berber - vom Araber hat er aber die größere Ausdauer und mehr Raumgriff.

Durch die in Südspanien herrschenden Mauren wurden Berber außerdem auch in spanische und portugiesische Pferderassen eingekreuzt (z.B. Lusitano) und gelangten mit Christoph Kolumbus auch nach Nordamerika.

 

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