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Das Pferd richtig scheren

Alles rund um die sieben Schur-Arten

Bild Pferd im Schnee Im Winter sollte das Pferd je nach Trainingslage geschoren werden.

Der Winter rückt immer näher und auch das Fell des Pferdes wird mit der Zeit immer länger und dichter. Das Pferd legt sich das sogenannte Winterfell zu. Dieses schützt den Pferdekörper auch bei sehr kalten Temperaturen. Liebevoll wird das Fell auch Teddyfell genannt. Die Vierbeiner verwandeln sich nämlich umgangssprachlich im Winter in einen Teddybären mit sehr viel Fell. Das Winterfell mag also schön aussehen, doch kann es beim täglichen Training schnell zu einem Hindernis und im schlimmsten Fall auch zu einem gesundheitlichen Problem werden. Das dicke Fell bewirkt, dass das Pferd sehr schnell und viel bei körperlicher Belastung schwitzt und es ziemlich viel Zeit benötigt bis es wieder trocken ist.

Das starke Schwitzen sollten Sie Ihrem Pferd keinesfalls zumuten, denn Sie riskieren so schnell eine Erkältung. Um eine große Winterfellbildung zu vermeiden, kann man zum einen das Pferd frühzeitig eindecken. Die Alternative hierzu ist das Scheren des Vierbeiners.

 

 

Allgemeine Informationen zum Scheren

Bild Pferdeschur Ob Sie Ihr Pferd scheren sollten hängt in erster Linie von der Haltung des Tieres ab.

Der Pferdehalter sollte sich vor dem Scheren bewusst machen, wieviel sein Pferd im Winter gearbeitet werden soll. Das ist entscheidend, wieviel vom Fell weggeschoren werden soll. Darüber hinaus ist auch die Haltung entscheidend. Steht ein Pferd viel draußen, egal ob im Offenstall oder im Paddock, sollte weniger vom Fell weggeschoren werden als bei Artgenossen, die ausschließlich in der Box stehen.

Grundsätzlich gilt, dass geschorene Pferde ausnahmslos eingedeckt werden sollten. Wie stark gefüttert diese Decke sein sollte, hängt von der Schur, der Empfindlichkeit und auch von der Haltung des Pferdes ab. Das Fell des Pferdes sollte vor dem Scheren sauber und trocken sein. Putzen Sie es daher vor der Schur gründlich durch.

Vor dem Scheren sollten Sie zusätzlich die Mähne des Pferdes hochbinden, damit diese nicht in die Schermaschine geraten kann. Hinsichtlich der ist zu sagen, dass sie saubere, geschliffene Klingen haben sollte. Während des Scherens ist es zudem wichtig, dass man die Schermaschine immer wieder von den Haaren reinigt und für die Pflege des Pferdefells auch einölt.

 

Die verschiedenen Schur-Arten

Scheren Infos Auf einem Blick: Welche Schurarten für das Pferd gibt es? Einfach klicken um zu vergrößern!

Im Allgemeinen unterscheidet man sieben Arten des Scherens: Die Decken-, Hunter-, Chaser-, Irish-, Trace-, Bib-, und Vollschur. Wie bereits erwähnt, sollte die Art der Schur für Ihr Pferd keinesfalls zufällig erfolgen. Verschiedene Faktoren sind hierbei entscheidend. Friert ihr Pferd schnell oder schwitzt es viel? Wurde es vorher schon einmal geschoren? Diese und andere Fragen sollten Sie bei der Auswahl der Schur im Hinterkopf behalten.

Im Allgemeinen kann man sich, wenn man sich für eine Schur-Art entschieden hat, mit einer Kreide oder einem Kohlestift die zu scherenden Stellen markieren, beziehungsweise die Stellen, die stehen bleiben sollen. Gewöhnen Sie Ihr Pferd zunächst an das Geräusch und die Vibration der Schermaschine, damit es sich nicht erschrickt. Dies ist vor allem für die Vierbeiner sinnvoll, die zum ersten Mal geschoren werden.

 

Die Bib-Schur

Diese Schur eignet sich vor allem für Pferde, die zum ersten Mal geschoren werden sollen. Mit dieser Methode gewöhnt sich das Pferd am schnellsten an die Schur. Sie gilt generell als beliebteste und am weitesten verbreitete Schur. Hierbei wird nur ein sehr kleiner Teil des Winterfells mithilfe der Maschine entfernt. Grundsätzlich sind nur die Vorderseite des Halses und die Brust betroffen. Dieser Schur-Typ wird auch oft als Hals-und-Bauch-Schur bezeichnet. Denn manche Pferdebesitzer erweitern die Schur bis unter den Bauch bis hinter die Gurtlage.

Wird Ihr Pferd im Winter nur sehr leicht arbeiten, ist diese Schur perfekt geeignet. Auch in der Haltung wird der Vierbeiner kaum eingeschränkt. Mit einer geeigneten Winterdecke kann das Pferd auch Tag und Nacht im Freien gehalten werden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass ein Unterstand auf der Weide vorhanden ist.

 

Die Irish-Schur

Schnell und einfach durchführbar ist auch diese Schur-Methode. Ideal ist diese damit vor allem für die jungen Pferde, die noch etwas Angst vor der Schermaschine zeigen. Grundsätzlich sollte sich das Pferd bei dieser Schur nur in leichten Trainingsverhältnissen befinden.

Das Fell wird lediglich an den Seiten, Hals und hinter den Vorderbeinen geschoren. Dies sind die Stellen des Vierbeiners, an denen es am stärksten schwitzt. Somit hat diese Schur einen doppelten positiven Effekt: Das Schwitzen wird an den relevanten Stellen gezielt reduziert und zugleich produziert das Pferd an den wichtigen Stellen noch genügend Winterfell, um Wärme zu speichern. Besonders geeignet ist diese Schur für Pferde, die tagsüber auf eine Weide gestellt werden.

 

Die Trace-Schur

Bild Trace-Schur Das Pferd hat bei dieser Methode noch genügend Wärme und Schutz durch sein Teddyfell.

Das Fell unterhalb des Halses sowie ein Streifen der Vorhand bis hin zur Hinterhand werden geschoren. Bei dieser Schur-Methode hat das Pferd noch genügend Wärme und Schutz, um gut durch den Winter zu kommen. Die Trace-Schur ist in erster Linie für Pferde geeignet, die leicht bis mäßig bewegt werden und sich über den ganzen Tag auf der Koppel befinden.

 

Die Chaser-Schur

Diese Methode ist der Trace-Schur sehr ähnlich, jedoch wird mehr von dem Fell weggeschoren. Diese hilft dem Pferd, die Muskeln am Oberhals warm zu halten. Jedoch wird im Gegensatz zur Trace-Schur auch der Kopf mit geschoren. Die Schur erstreckt sich zudem auch noch weiter über den Hals. Als Faustregel gilt, dass ungefähr doppelt so viel Fell am Hals entfernt wird als bei der Trace-Schur.

Ideal ist diese Methode für die Tiere, die mittelgradig gearbeitet werden und sich ebenfalls tagsüber auf Koppel oder Weide aufhalten.

 

Die Decken-Schur

Bild Pferd mit Decke Ihr Pferd sollte in jedem Fall eingedeckt werden.

Auch diese Schur ist ideal für Pferde, die mittelgradig belastet werden und sich den Tag über auf der Koppel befinden, solang es das Wetter erlaubt. Das Fell wird hier bewusst dort stehen gelassen, wo das Pferd weniger aktiv schwitzt. So wird das Pferd zwar warm gehalten, ohne während dem Training zu viel zu schwitzen. Dabei wird die Hälfte des Kopfes, der ganze Hals, die gesamte Brust, die Flanken, der Bauch und ein Streifen von der Vorhand bis hin zur Hinterhand freigelegt.

 

Die Hunter-Schur

Für Pferde geeignet, die sich in mittlerer bis schwerer Arbeit befinden. Hier wird fast das ganze Fell freigelegt. Lediglich die Sattellage und die Beine werden ausgespart. So bietet die Hunter-Schur stetigen Schutz für die empfindliche Sattellage und zudem werden die Beine warmgehalten und geschützt. Es sollte penibel darauf geachtet werden, das Pferd warm zu halten. Es empfiehlt sich, eine dick gefütterte Winterdecke zu kaufen.

 

Die Vollschur

Hier wird das gesamte Fell – ohne Ausnahme – geschoren, sprich inklusive Beine und Kopf. Lediglich das Ausscheren der Ohren ist aus tierschutzrechtlichen Gründen strengstens verboten. Die Stelle ist zu empfindsam, es kann sehr schnell zu Wunden und zu bleibenden Schäden für das Tier kommen.

Bei dieser Schur hat das Pferd keine Möglichkeit sich selbst warm zu halten. Es ist deshalb ein großer Aufwand erforderlich, um sicherzustellen, dass dem Pferd nie kalt wird. Bei der Vollschur empfiehlt es sich deshalb mit einer Nierendecke zu arbeiten. Diese ist vor allem für das tägliche Training geeignet und sollte auch während dem Arbeiten liegen bleiben.

Der Vorteil dieser Schur ist eindeutig, dass Entzündungen der Haut vorgebeugt werden. Besonders für Pferde, die an Turnieren teilnehmen und sich damit im ganzen Jahr im Training befinden, ist diese Schur-Art mehr als geeignet. An Pferden mit weniger Belastung sollte diese Schur nicht durchgeführt werden.

 

Der Ablauf des Scherens

Bild Pferd putzen Putzen Sie Ihr Pferd vor der Schur gründlich.

Haben Sie sich für eine Methode entschieden, so kann es auch schon losgehen mit der Schur. Beginnen Sie immer an Schulter und Hals des Pferdes. Hier ist es generell am unempfindlichsten. Die Scherbewegungen müssen zudem auch immer entgegen den Wuchsrichtungen des Winterfells erfolgen. Hautfalten des Pferdekörpers sollten glatt gezogen werden, um blutige Wunden zu vermeiden.

Scheren Sie zunächst grob an den mit Kreide gezogenen Markierungen entlang. Feinheiten werden dann zum Schluss korrigiert. Dann wird das gesamte Langhaar auch unter dem Bauch geschoren. Vorsicht ist vor allem an den Stellen geboten, an denen das Pferd kitzlig ist und damit empfindlich reagieren könnte. Der Bauch ist im Allgemeinen so eine Stelle.

Es empfiehlt sich zudem, eine weitere Person zum Halten des Pferdes dabei zu haben. Oft bleiben die Pferde beim Scheren nicht stehen und sind nervös. So kann auch die eigene Verletzungsgefahr reduziert und das Pferd beruhigt werden.

Viele Pferde sind außerdem an der Gurtlage besonders empfindlich. Diese kann dann auch ausgespart werden. Die Maschine sollte während des Vorgangs nicht zu warm werden. Gönnen Sie sich zwischendrin einige Pausen, damit die Maschine wieder abkühlen kann. In dieser Zeit kann diese auch gründlich gereinigt werden.

Für die Feinheiten und schwer erreichbaren Stellen sollte eine kleinere Maschine verwendet werden. Im Anschluss sollte das Pferd dann noch einmal gründlich geputzt werden, um lose Haare zu entfernen. So wird ein Jucken unter der Decke vermieden.

 

Bei Reiten an kalten Tagen sollte man nun immer eine Abschwitzdecke parat haben. Nur so wird sichergestellt, dass sich das Pferd nicht erkältet. Erst wenn das Pferd komplett trocken ist, sollte dann die gefütterte Winterdecke aufgelegt werden.

Mit der passenden Schur steht dem täglichen Training und der Gesundheit des Pferdes nun nichts mehr im Weg.

 

 

 

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