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Startseite Ratgeber Vögel Amazonenpapageien: Unterarten, Herkunft & Zucht

Vogelratgeber

Amazonenpapageien - Charakter, Geschichte und Zucht

Amazonenpapageien Es gibt 31 Unterarten des Amazonenpapageien.

In diesem Ratgeber werden die einzelnen Arten der Amazonenpapageien einmal genauer vorgestellt. Außerdem werden allgemeine Informationen zu dieser Papageien Gattung gegeben und zum Schluss wird auch auf deren Zucht eingegangen.

Kurzinfo Papageien-Gattung

  • Herkunft: Mittel- und Südamerika
  • Farben: diverse (siehe unten)
  • Arten: 31 (davon mehr als die Hälfte im Bestand gefährdet)
  • Besonderheiten: ausgeprägtes Sozial- und Paarverhalten

Systematik

  1. Wissenschaftlicher Name: Amazona (René Primevère Lesson, 1830)
  2. Klasse: Vögel (Aves)
  3. Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
  4. Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
  5. Tribus: Neuweltpapageien (Arini)
  6. Gattung: Amazonenpapageien

Allgemeine Beschreibungen

Der Übersicht halber und wegen der spezifischen Unterschiedlichkeiten wird jede Art der Amazonenpapageien einzeln beschrieben. Von den ursprünglich 33 Arten gibt es noch 31 in freier Wildbahn. Guadeloupeamazone (Amazona violacea) und Martiniqueamazone (Amazona martinica) sind bereits seit über 100 Jahren ausgestorben. Die Namen der Arten beschreiben meist die Herkunft oder eine herausstechende Besonderheit im Aussehen. Auf im Bestand bedrohte Arten wird jeweils explizit hingewiesen.

Amazonenpapageien von A bis Z

B Blaubartamazone, Blaukappenamazone , Blaukopfamazone, Blaukronenamazone, Blaumaskenamazone, Blaustirnamazone
D Dufresnesamazone
G Gelbbauchamazone, Gelbnackenamazone, Gelbscheitelamazone, Gelbschulteramazone, Gelbwangenamazone, Goldzügelamazone, Granada-Amazone, Grünwangenamazone
J Jamaika-Amazone
K Kaiseramazone, Kawall-Amazone, Königsamazone, Kuba-Amazone
M Mülleramazone
P Prachtamazone, Puerto-Rico-Amazone
R Rotschwanzamazone , Rotspiegelamazone
S Soldatenamazone
T Taubenhalsamazone, Tucumán-Amazone
V Venezuela-Amazone
W Weißstirnamazone

Blaubartamazone

  • Lebensraum: Brasilien, Ecuador, Kolumbien & Peru
  • Größe: bis zu 35 cm
  • gefährdet: nein

Die Blaubartamazone (Amazona festiva) ist ein grüner Papagei mit roter Stirn und ansonsten blauem Kopf. Das gilt auch für die Augenringe, die bei anderen Papageien üblicherweise weiß sind. Auch die äußeren Flügelfedern sind blau, die Schwanzfedern sind hingegen grüngelb mit gelben Spitzen. Der Regenwaldbewohner ist als nicht gefährdet eingestuft, weil sein Lebensraum bislang nicht von Veränderungen durch den Menschen betroffen ist. Die einzige Unterart ist die Bodinus-Amazone (Amazona festiva bodini).

Blaukappenamazone

  • Lebensraum: westlicher Teil Mexikos
  • Größe: bis zu 33 cm
  • gefährdet: ja

Die Blaukappenamazone (Amzona finschi) ist ein im Ganzen grüner Vogel mit etwas blasserer Unterseite, die teilweise gelblich schimmert. Namensgebend ist die blaue Färbung des Kopfes und des Nackens, deren Federn einen dunklen Saum haben. Die Federn zwischen Schnabel, Augen und Stirn sind rotbraun, die der Wangen hellgrün bis gelb und die äußeren Flügelfedern blauviolett gefärbt. Der Schnabel erscheint schlicht hornfarben, während die Füße und Krallen einen grünlichen Schein haben. Die Augenfarbe variiert zwischen orange und rot. Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht unterscheiden. Sie bewohnt waldige Gebirge in Höhen zwischen 500 und 1800 m. Die Art hat einen Bestand von etwa 8000 Vögeln und fällt unter das Washingtoner Artenschutzabkommen. Händler müssen ein CITES-Zertifikat vorweisen können. Einzige Unterart ist die Sonora-Blaukappenamazone (Amazona finschi woodi).

Blaukopfamazone

  • Lebensraum: nördlicher Teil der Kleinen Antillen
  • Größe: bis zu 40 cm
  • gefährdet: ja

Die Grundfarbe der Blaukopfamazone (Amazona arausiaca) ist grün, die Federn im Nacken und am Rücken haben einen dünnen schwarzen Saum. Seinen Namen verdankt der Papagei den violettblauen Zeichnungen an Zügel (der Bereich zwischen Schnabel und Augen), Stirn und Vorderscheitel sowie im Augen- und Wangenbereich. Nacken und Brust sind bei jedem Tier anders rot gezeichnet. Die Flügelspitzen und das Unterkleid sind gelbgrün, die Schwingen jedoch dunkelgrün mit violettblauen Spitzen und blauer Unterseite. Die Schwanzfedern haben eine leicht rote Zeichnung auf der Innen- und eine violettblaue auf der Außenseite. Schnabel, Füße und der nackte Augenring sind hornfarben. Die Augenfarbe liegt zwischen orange und rot. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Die Art lebt in bewaldeten Gebirgen in Höhen bis 750 m. Da dort während der Hurrikansaison regelmäßig Lebensräume vernichtet werden, ist die Art stark bedroht. Jüngst zählte man nur noch etwa 320 Tiere. Keine Unterarten.

Blaukronenamazone

  • Lebensraum: Hispaniola (Große Antillen) & Puerto Rico
  • Größe: bis zu 28 cm
  • gefährdet: nein

Die Blaukronenamazone (Amazona ventralis) ist überwiegend grün mit schwarzem Saum an Kopf, Brust und Rücken. Zügel und Stirn sind weiß, sonst ist der Kopf schwarz. Die äußeren Flügelfedern sind blau, der Bauch ist rotbraun. Blaukronenamazonen sind geschlechtlich nicht zu unterscheiden. Ihr einziger natürlicher Lebensraum ist die Insel Hispaniola, nach Kuba die zweitgrößte Insel der Großen Antillen (Westindische Inseln). Heutzutage lebt die Art jedoch auch auf Puerto Rico, wohin sie eingeschleppt worden ist. Nachdem die Population stark zurückgegangen war, zählt die Art heute wieder mehrere tausend Tiere. In jüngerer Zeit gelangen auch Nachzüchtungen, die bis dato als sehr schwierig galten. Keine Unterarten.

Blaumaskenamazone

  • Lebensraum: Insel St. Lucia (Kleine Antillen)
  • Größe: bis zu 43 cm
  • gefährdet: ja

Blaumaskenamazonen (Amazona versicolor) sind eine der am stärksten gefährdeten Amazonenarten. Ihre Population betrug zeitweise nur etwa 100 Tiere. Inzwischen gibt es wieder etwa 300 frei lebende Exemplare - eine Naturkatastrophe oder eine Krankheit kann die Art jedoch schnell auslöschen. Die Vögel haben ein überwiegend grünes Gefieder mit namensgebend blauer Gesichtsfärbung (Stirn, Zügel, Wangen). Der Hals weist eine rote Zeichnung auf, Bauch und Brust sind grüngelb. Keine Unterarten.

Blaustirnamazone

Blaustirn Amazone Die Blaustirnamazone kann Geräusche aller Art nachmachen.
  • Lebensraum: fast ganz Südamerika
  • Größe: zwischen 32 und 36 cm
  • gefährdet: nein

Aussehen

Die Blaustirnamazone (Amazona aestiva) gehören zu den am häufigsten gehaltenen Papageien. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Art in der Lage ist, Geräusche aller Art nachzuahmen - auch die menschliche Stimme. Größe und Gewicht schwanken bei dieser Art typischerweise zwischen 400 und 700 g, bzw. 32 und 36 cm. Auch die Färbung variiert - lediglich das grüne Grundgefieder und die namensgebende blaue Stirn sind allen Exemplaren gleich. Auch zwischen Hahn und Henne gibt es keinen Unterschied. Der übrige Teil des Vorderkopfes ist in der Regel gelb, so auch der Schwanz. Weiterhin sind rote, gelbe und dunkelgrüne Zeichnungen üblich, vor allem an den Flügeln, am Hals und am Schwanz. Schnabel und Füße sind grau, die von einem weißen Ring umgebenen Augen orange. Die Lebenserwartung dieses aufgeweckten Papageis liegt bei etwa 30 Jahren.

Lebensraum

Die Blaustirnamazone ist mit den zwei Unterarten, der Gemeinen Blaustirnamazone (Amazona aestiva aestiva) und der Gelbflügelblaustirnamazone (Amazona aestiva xanthopteryx), in fast ganz Südamerika verbreitet und gilt ob des großen Bestandes als ungefährdet. Sie gilt als anpassungsfähig und bewohnt unterschiedlichste Lebensräume, wie zum Beispiel Regenwälder und Plantagen in Bolivien, Argentinien und Brasilien.

Wesen und Charakter

Diese Amazonenart ist kein scheuer Vogel, sie sind schnell zahm und frech - auch in Paarhaltung. Sie sind keine besonders schnellen oder geschickten Flieger, aber klettern dafür umso besser. In den Morgen- und Abendstunden und wenn sie sich bedroht fühlen, geben sie laute und schrille Rufe von sich. Während des Tages brabbeln sie meist in Ruhe vor sich hin.

Fütterung und Haltung

Mit Papageienfutter ist die Grundnahrung bereits gedeckt, jedoch sollte zusätzlich täglich frisches Grünzeug, Obst und Gemüse gereicht werden. Mindestens einmal in der Woche sollten die Blaustirnamazonen abgeduscht werden. Sie lieben diese Duschen und tanzen regelrecht darunter. Die Voliere muss laut Tierschutzgesetz mindestens eine Fläche von 3 Quadratmetern aufweisen und die Gitterstäbe sollten mindestens 3 mm dick sein. So ist gewährleistet, dass der Amazonenpapagei mit seinem kräftigen Schnabel nicht entkommen kann.

Dufresnesamazone

  • Lebensraum: Venezuela, Guayana, Surinam & Brasilien
  • Größe: bis zu 34 cm
  • gefährdet: nein

Die Dufresneamazone (Amazona dufresniana) wird auch Goldmaskenamazone oder Gelbmaskenamazone genannt. Wie alle Amazonen ist der Vogel in der Grundfarbe grün, wobei die Oberseite etwas dunkler ist als die Unterseite. Die Oberseite des Kopfes und der Nacken sind gelb, das Gesicht orange-gelb und die Wangen blau. Augenring, Füße und Schnabel sind grau, wobei letzterer einen rosanen Fleck aufweist. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Die Dufresneamazone ist sehr anpassungsfähig und gilt nicht als gefährdet, ist jedoch im Vergleich mit anderen Arten recht selten. Es gibt keine Unterarten, obwohl in früheren Zeiten die Granada-Amazone (siehe unten) als solche gehandelt wurde.

Gelbbauchamazone

  • Lebensraum: Brasilien, Bolivien & Paraguay
  • Größe: höchstens 27 cm
  • gefährdet: ja

Die Gelbbauchamazone (Amazona xanthops / xanthops / Salvatoria xanthops), auch Goldbauchamazone genannt, ist eine eher kleine Amazonenart. Anders als bei den meisten anderen Arten üblich kommt die Art in drei verschiedenen Grundfarben daher: grün (60% der Tiere), gelb (30%) und orange-gelb (10%). Das Gesicht ist gelb, wobei die Zügel federlos sind. Der Schnabel ist hornfarben mit dunklen Flecken. Die Art steht kurz davor, als gefährdet eingestuft zu werden.

Gelbnackenamazone

  • Lebensraum: Mexiko, Honduras, Nicaragua & Costa Rica
  • Größe: bis zu 38 cm
  • gefährdet: nein

Gelbnackenamazonen (Amazona auropalliata) haben ihren Namen von den gelben Federn im Nacken, die das ansonsten grüne Federkleid durchbrechen. Die Gelbnackenamazone galt lange Zeit als Unterart der Gelbscheitelamazone (siehe unten), ist heute aber als eigenständige Art etabliert, die inzwischen zwei eigene Unterarten aufweist: die Rotbug-Gelbnackenamazone (Amazona auropalliata parvipes) und die Roatán-Gelbnackenamazone (Amazona auropalliata caribae). Die Art gilt als nicht gefährdet.

Gelbscheitelamazone

Gelbscheitel Amazone Die Gelbscheitelamazone ist an ihren namensgebenden gelben Federn am Scheitel zu erkennen.
  • Lebensraum: Südamerika & einzelne Karibik-Staaten
  • Größe: bis zu 38 cm
  • gefährdet: nein

Aussehen

Das Besondere der Gelbscheitelamazone (Amazona ochrocephala) sind die zahlreichen Unterarten. Der in der Grundform bis zu 38 cm große und mit den namensgebenden gelben Federn am Scheitel versehenen Vogel, der auch Surinam-Amazone genannt wird, weist sechs direkte Verwandte auf. Sie unterscheiden sich geringfügig im Aussehen und der Körperform. Im einzelnen sind das die Maraja-Amazone (Amazona ochrocephala xantholaema), die Natterers-Amazone (Amazona ochrocephala nattereri), die Gelbstirnamazone (Amazona ochrocephala panamensis), die Gelbkopfamazone (Amazona ochrocephala belizensis), die Doppelgelbkopfamazone (Amazona ochrocephala oratix) und die Tres-Maria-Amazone (Amazona ochrocephala tresmariae).

Lebensraum

Verbreitungsgebiet der Art ist Südamerika und einzelne Karibik-Staaten. Sie bevorzugen trockene Waldgebiete in Flussnähe, sind aber auch in Regenwaldgebieten zu finden. In den Plantagen der Regionen sind sie dafür bekannt, dass sie die Anbaugebiete plündern. In freier Wildbahn leben die Vögel paarweise oder in kleinen Gruppen zusammen - manchmal auch in größeren Schwärmen. Durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume der Gelbscheitelamazonen, findet man sie heute immer seltener vor. Auch der illegale Handel mit den Amazonen hat zu einem starken Rückgang der Populationen geführt.

Kurioserweise gibt es auch in Stuttgart eine wild lebende Population, die ihren Ursprung vermutlich in entflogenen Haustieren hat. Die Tiere suchten Kontakt mit den im Stuttgarter Zoo lebenden Papageien und haben sich inzwischen fest etabliert.

Wesen und Charakter

Die Gelbscheitelamazonen gelten als ruhige Vögel, welche lediglich morgens und abends lautere Schreie von sich geben. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie tagsüber nicht aktiv sind. Sie baden und nagen beispielsweise gerne. Mit ein wenig Geduld gelingt es, dass diese Vögel in menschlicher Obhut handzahm und zutraulich werden. Auf Grund ihres geselligen Wesens sollten sie nicht einzeln gehalten werden, sondern mit anderen Artgenossen zusammen.

Fütterung und Haltung

Die Haltung erfolgt in einer Innen- oder Außenvoliere. Die wasser-affinen Tiere müssen nur zur Paarungszeit in Paaren separat gehalten werden, sonst ist eine Vergesellschaftung mit anderen Amazonen möglich. Das Futter besteht aus Körnerfutter mit einem Anteil von 50% an Sonnenblumenkernen, Obst, Gemüse und Grünzeug sowie knospenden Zweigen zum Nagen. Die Art ist in Anlage 6 der Bundesartenschutzverordnung geführt und kennzeichnungs- und anzeigepflichtig. Ein Herkunftsnachweis ist erforderlich.

Gelbschulteramazone

  • Lebensraum: Venezuelas Norden
  • Größe: bis zu 33 cm
  • gefährdet: ja

Gelbschulteramazonen (Amazona barbadensis) sind in der Grundfarbe grün. Scheitel und Stirn sind weiß, das übrige Gesicht, die Schenkel und - namensgebend - die Schultern sind gelb. Die Art kommt nur im Norden Venezuelas sowie auf einigen kleinen Inseln vor. Sie ist im Bestand gefährdet und wird nicht zum Verkauf angeboten.

Gelbwangenamazone

Gelbwangenamazone Die Gelbwangenamazone lebt in Gebieten zwischen Mexiko und Ecuador.
  • Lebensraum: Mexiko & Ecuador
  • Größe: bis zu 34 cm
  • gefährdet: nein

Die überwiegend grüne Gelbwangenamazone (Amazona autumnalis) ist durch eine rote Stirn und rote Zügel gekennzeichnet. Auf dem Kopf und im Nacken schimmern die Federn bläulich-violett. Namensgebend sind die gelben Federn unter den Augen. Der Schnabel ist gelblich, die Füße sind grünlich hornfarben. Männchen und Weibchen weisen keine Unterschiede auf. Die Gelbwangenamazone bewohnt unterschiedliche Umwelten - Feuchtgebiete, Regen-, Laub- und Nadelwälder, Sumpfflächen und Kulturflächen. Die Art gilt als nicht gefährdet. Lediglich die Unterart Ecuadoramazone (Amazona autumnalis lilacina) ist bedroht; das gilt jedoch nicht für die beiden anderen Unterarten, die Salvinamazone (Amazona autumnalis salvini; grüne statt gelbe Wangen) und die Diademamazone (Amazona autumnalis diadema; größer und insgesamt bunter).

Goldzügelamazone

  • Lebensraum: Mexiko & Honduras
  • Größe: bis zu 26 cm
  • gefährdet: nein

Die verhältnismäßig kleine Goldzügelamazone (Amazona xantholora) hat überwiegend grüne Federn, weist an Stirn und Zügeln aber gelbe, am Oberkopf weiße (bei den Weibchen blaue) und an den Schwingen blaue Federn auf. Vereinzelt, vor allem rund um die Augen, treten rote Federn auf. Die Handschwingen der Männchen weisen ebenfalls rote Zeichnungen auf, die den Weibchen fehlen. Die Art ist nicht gefährdet und hat keine Unterarten.

Granada-Amazone

  • Lebensraum: Brasilien
  • Größe: bis zu 35 cm
  • gefährdet: nein

Die Granada-Amazone (Amazona rhodocorytha) wird auch Rotscheitelamazone genannt. Sie ist überwiegend grün und hat ihren Zweitnamen vom roten Scheitel und der roten Stirn. Zügel sind gelb bis orange, Wangen sind hellblau. Der nackte Augenring ist nicht wie sonst üblich weiß, sondern blaugrau und die Füße sind grau. Die Granada-Amazone lebte ursprünglich in weiten Teilen Brasiliens, ist durch den Menschen aber in wenige Feuchtgebiete zurückgedrängt worden. Die Art ist jedoch (noch) nicht gefährdet.

Grünwangenamazone

  • Lebensraum: Mexiko
  • Größe: etwa 33 cm
  • gefährdet: ja

Die aus Nordost-Mexiko stammende Grünwangenamazone (Amazona viridigenalis) ist von überwiegend grüner Farbe gekennzeichnet, die sich bis auf die bei den meisten anderen Arten andersfarbigen Wangen erstreckt. Zügel, Stirn und Oberkopf strahlen rot, die Federn hinter den Augen sind bläulich. Die Weibchen unterscheiden sich durch weniger strahlende rote Federn auf dem Kopf. Grünwangenamazonen sollten in einer Außenvoliere mit Frostschutzraum und Beregnungsanlage gehalten werden. Da sich die Art mit anderen Arten und auch mit Artgenossen nicht versteht, sollten Paare einzeln gehalten werden. Das gilt auch für eine nebenan stehende Voliere. Das Futter besteht aus einer Körnermischung mit 50% Sonnenblumenkern-Anteil, Samen, Grünzeug, Obst sowie knospende Zweige zum Nagen. Die Art ist in Anhang A der Europäischen Artenschutzverordnung aufgeführt. Es wird die EG-Bescheinigung Nr. 224 zur Haltung benötigt, außerdem besteht Kennzeichnungs- und Anzeigepflicht. Ein Herkunftsnachweis ist erforderlich.

Jamaika-Amazone

  • Lebensraum: Jamaika
  • Größe: ca. 28 cm
  • gefährdet: ja

Die Jamaika-Amazone (Amazona collaria) steht kurz vor dem Aussterben. Sie ist überwiegend grün, nur die Unterseite des Körpers schimmert gelbgrün. Stirn, Zügel und Augenring sind weiß. Der Halsbereich ist rot gesäumt, die Wangen sind blaugrün. Der Vogel kann nur durch Nachzuchten gerettet werden. Bis sich die Art wieder erholt hat, sollte vom Erwerb abgesehen werden.

Kaiseramazone

  • Lebensraum: Dominica (Kleine Antillen)
  • Größe: bis zu 45 cm
  • gefährdet: ja

Die farbenprächtige Kaiseramazone (Amazona imperialis), die auch Sisserou genannt wird, unterliegt einem strengen Handelsverbot. Es leben nur noch etwa 300 Tiere auf der Insel Dominica (Kleine Antillen). Die Kaiseramazone ist die längste Amazonenart. Stirn, Scheitel und die Unterseite des Körpers sind weinrot, die Schwingen dunkelbraun, der Schwanz ist dunkelrot.

Kawall-Amazone

  • Lebensraum: mittleres Amazonasbecken
  • Größe: bis zu 36 cm
  • gefährdet: nein

Die Kawall-Amazone (Amazona kawalli) ist eine weitestgehend unbekannte Art, die kaum bis gar nicht im Handel auftaucht. Sie hat Ähnlichkeit mit der Mülleramazone, als dessen Unterart sie lange Zeit angenommen wurde. Sie sind aber kleiner als die entfernten Verwandten und haben eine auffällig helle Hautfalte unter dem Schnabel. Die Kawall-Amazone gilt als nicht gefährdet.

Königsamazone

  • Lebensraum: St. Vincent (Kleine Antillen)
  • Größe: bis zu 41 cm
  • gefährdet: ja

Die auf St. Vincent beheimatete Königsamazone (Amazona guildingii) gehört ebenfalls zu den stark bedrohten Arten, die mit einem Handelsverbot belegt sind. Der Nationalvogel des Kleinen-Antillen-Staates war mit weniger als 400 Tieren dem Aussterben nahe, erholt sich aber langsam. Die Amazone hat entweder ein grünes, goldbraunes, olivfarbenes oder rotbraunes Grundgefieder. Scheitel und Stirn sind bei allen Farbschlägen weiß, Hinterkopf und Hals orange, Wangen bläulich und die Schwanzfedern violett, orange und gelb.

Kuba-Amazone

  • Lebensraum: Kuba
  • Größe: bis zu 32 cm
  • gefährdet: ja

Auch die Kuba-Amazone (Amazona leucocephala) ist in ihrem Bestand bedroht. Die auf Kuba lebende Art hat eine weiße Stirn und weiße Augenringe, einen roten Hals, blaue Schwingen und ist ansonsten grün. Es gibt unterschiedliche Angaben zu Unterarten, als gesichert gelten die Unterarten Westliche Kuba-Amazone (Amazona leucocephala palmarum), Cayman-Amazone (Amazona leucocephala caymanensis), Cayman-Brac-Amazone (Amazona leucocephala hesterna) und Bahama-Amazone (Amazona leucocephala bahamensis).

Mülleramazone

  • Lebensraum: von Mexiko bis Brasilien
  • Größe: bis zu 40 cm
  • gefährdet: ja

Die Mülleramazone (Amazona farinosa) ist eine große Amazonenart, die überwiegend grün ist, deren Oberseite aber bläulich schimmert. Ein gelber Fleck auf dem Kopf ist üblich, jedoch bei jedem Individuum mehr oder weniger stark ausgeprägt. Das Verbreitungsgebiet reicht von Südmexiko über Mittelamerika und Bolivien bis nach Südbrasilien. Die verhältnismäßig lauten Tiere können Geräusche und Stimmen sehr gut imitieren. Sie sollten in einer Innen- oder Außenvoliere mit Schutzraum und Beregnungsanlage gehalten werden. Mülleramazonen benötigen ganzjährig ein Zwölf-Stunden-Licht. Die Vergesellschaftung funktioniert mit Artgenossen, anderen Amazonen und anderen Papageien problemlos. Das Futter besteht aus einer Körnermischung mit 50% Sonnenblumenkernen, Grünzeug, Obst, Gemüse und Grit sowie knospenden Zweigen zum Nagen. Die Art ist in Anhang B der Europäischen Artenschutzverordnung und in Anlage 6 der Bundesartenschutzverordnung geführt und ist anzeige- und kennzeichnungspflichtig. Ein Herkunftsnachweis ist erforderlich. Es sind die Unterarten Salvadoris Mülleramazone (Amazona farinosa virenticeps) und Guatemala-Amazone (Amazona farinosa guatemalae) bekannt.

Prachtamazone

  • Lebensraum: Brasilien
  • Größe: bis zu 32 cm
  • gefährdet: ja

Die prächtige Prachtamazone (Amazona pretrei) gehört zu den gefährdeten Amazonenarten. Der grüne Vogel hat eine auffällige, rot leuchtende Maske um die Augen und den Stirnbereich. Ebenso rot sind Schenkel und Schwingendecken. Ihr Lebensgebiet beschränkt sich auf kleine Teile im Südosten Brasiliens.

Puerto-Rico-Amazone

  • Lebensraum: Puerto Rico
  • Größe: bis zu 30 cm
  • gefährdet: ja

Die Puerto-Rico-Amazone (Amazona vittata) ist mit weniger als 40 Exemplaren eine der seltensten und gefährdetsten Vogelarten überhaupt. Nach dem Aussterben aller anderen Arten ist sie der einzige einheimische Papagei der USA. Kennzeichen der Art sind eine rote Stirn, weiße Augenringe, gelbgrüne Schwanzfedern und blaue Flügelunterseiten. Ansonsten ist das Federkleid wie bei den meisten Amazonen grün. Das Überleben der Art steht in jeder Hurrikan-Saison erneut auf dem Spiel. Bemühungen von Tierschützern, die Population zu vergrößern, sind bislang gescheitert. Die einzige Unterart, die Culebra-Amazone (Amazona vittata gracilipes), ist bereits 1912 ausgestorben.

Rotschwanzamazone

  • Lebensraum: Brasilien
  • Größe: bis zu 37 cm
  • gefährdet: nein

Die Rotschwanzamazone (Amazona brasiliensis) leben in Küstengebiet des südöstlichen Brasiliens, wobei sie ausschließlich auf anliegenden Inseln brüten. Die Art ist überwiegend grün mit gelbgrüner Unterseite. Zügel, Scheitel und Stirn sind rot, die Wangen lila. Die Schwanzfedern sind namensgebend rot, die Handschwingen haben blaue Zeichnungen. Die Art ist mit einer Population von etwa 4000 Tieren noch nicht gefährdet.

Rotspiegelamazone

  • Lebensraum: Jamaika
  • Größe: 25 cm
  • gefährdet: nein

Rotspiegelamazonen (Amazona agilis) sind die kleinste Amazonenart. Der Kopf ist wie das Gesamtkleid vollständig grün, einzelne Exemplare weisen jedoch einige rote Federn an der Stirn auf. Die Handschwingen sind ebenfalls rot, bei Weibchen jedoch grün. Rotspiegelamazonen leben in feuchten Waldgebieten Jamaikas. Mit derzeit über 10.000 Exemplaren ist die Art nicht im Bestand bedroht.

Soldatenamazone

  • Lebensraum: Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru & Bolivien
  • Größe: 34 cm
  • gefährdet: nein

Die Soldatenamazone (Amazona mercenaria) ist eine große Art mit Farbzeichnungen vor allem an den Flügeln: der Flügelspiegel ist rot und die Spitzen sind gelb bis orange. Die Schwanzfedern haben auch eine rote Zeichnung. Ansonsten ist der Vogel amazonentypisch grün. Über die Größe der Population ist derzeit nichts bekannt, man geht aber davon aus, dass die Art nicht gefährdet ist. Einzige bekannte Unterart ist die Kolumbien-Soldatenamazone (Amazona mercenaria canipalliata).

Taubenhalsamazone

  • Lebensraum: Südosten Brasiliens und Paraguays & Nordosten Argentiniens
  • Größe: ca. 30 cm
  • gefährdet: nein

Ihren Namen hat die Taubenhalsamazone (Amazona vinacea) wegen ihrer grau-rötlichen Federn im Brustbereich. Typisch und einzigartig unter Amazonen ist auch der rötliche Schnabel. Zügel, Stirn und Kinn sind ebenfalls rot. Lebensraum sind in der regel Regenwälder. Eine Besonderheit im Verhalten und weiteres Unterscheidungsmerkmal zu fast allen Amazonenarten ist die Fähigkeit, die Federn im Nacken aufzustellen und weit zu spreizen. Taubenhalsamazonen sind nicht gefährdet, ihr Bestand schrumpft wegen Zerstörung ihres Lebensraumes jedoch stetig. Der Export ist verboten, ein Herkunftsnachweis unerlässlich.

Tucumán-Amazone

  • Lebensraum: Bolivien & Argentinien
  • Größe: 31 cm
  • gefährdet: ja

Die bedrohten Tucumán-Amazonen dürfen nicht gehandelt werden. Sie stammen aus kleinen Gebieten in Bolivien und Argentinien; Tucumán ist eine Region in Argentinien. Die Art hat eine rote Gesichtsmaske mit weißem Augenring und einen gelbgrünen Schwanz.

Venezuela-Amazone

Gelbscheitel Amazone Venezuela-Amazonen sind Wasserliebhaber und baden gern.
  • Lebensraum: Venezuela, Kolumbien, Guyana, Trinidad und Tobago, Surinam, Peru, Ecuador, Bolivien & Brasilien
  • Größe: 31 cm
  • gefährdet: nein

Aussehen

Venezuela-Amazonen haben das typische grüne Federkleid, das an Stirn und Wangen gelb und im Augenbereich bläulich ist. Der Nacken ist schwarz gesäumt. Der Schnabel ist an der Spitze sehr dunkel, wird zum Körper hin jedoch heller bis hin zur typischen Hornfarbe. Die Füße sind grau. Männchen und Weibchen weisen keine Unterschiede auf.

Lebensraum

Mit weit über 10 Millionen Exemplaren ist die Venezuela-Amazone (Amazona amazonica) die Art mit der mit Abstand größten Population. Sie findet sich in Gebieten in Venezuela, Kolumbien, Guyana, Trinidad und Tobago, Surinam, Peru, Ecuador, Bolivien und Brasilien. Lebensraum sind Wälder, Feuchtgebiete und Savannen.

Charakter und Wesen

Die in der Heimtierhaltung beliebten Vögel haben eine kräftige Stimme, sie können aber auch hübsch pfeifen. Es sollte den Haltern jedoch bewusst sein, dass sie durchaus sehr viel Lärm machen können. Die Venezuela-Amazone ist ein sehr kletterfreudiger Vogel mit einem ausgeprägten Nagebedürfnis. Auch Artgenossen dürfen auf Grund des geselligen Wesens nicht fehlen.

Fütterung und Haltung

Die in Gefangenschaft schnell gezähmten und zutraulichen Tiere sollten in einer Innen- oder Außenvoliere gehalten werden, die mit einem Schutzraum und einer Beregnungsanlage ausgestattet ist. Die Wasserliebhaber baden gern und können zweimal in der Woche besprüht werden. Außerdem benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Außerhalb der Brutzeit lassen sich Paare problemlos mit Artgenossen oder anderen Amazonenarten vergesellschaften. Die Nahrung besteht aus einem Körnergemisch (50% Sonnenblumenkerne), Hirse, Samen, Grünzeug, Obst, Gemüse und Grit sowie Zweigen mit Knospen zum Nagen. Die Art ist in Anhang B der Europäischen Artenschutzverordnung und in Anlage 6 der Bundesartenschutzverordnung geführt und ist anzeige- und kennzeichnungspflichtig. Es ist ein Herkunftsnachweis erforderlich.

Weißstirnamazone

  • Lebensraum: Mexiko & Mittelamerika
  • Größe: 25 cm
  • gefährdet: nein

Die aus Mexiko und Mittelamerika stammenden Weißstirnamazone (Amazona albifrons) ist neben der Rotspiegelamazone die kleinste Amazonenart. Sie hat eine rote Maske, die namensgebende weiße Stirn und einen blauen Fleck auf dem Kopf. Männchen haben rote Flügelfedern, die den Weibchen fehlen. Selten können auch Weibchen dieses Merkmal zeigen, weshalb man sich wegen des Geschlechts nicht immer sicher sein kann. Die Weißstirnamazone ist verhältnismäßig laut und kann gut imitieren. Die guten Kletterer benötigen eine Innen- oder Außenvoliere mit Schutzraum und Beregnungsanlage. Die Haltung mit Artgenossen und anderen Amazonenarten ist außerhalb der Brutzeit unproblematisch. Weißstirnamazonen fressen eine Körnermischung mit 50% Sonnenblumenkernen, Samen, Grünzeug, Obst, Gemüse und Grit sowie knospende Zweige zum Nagen. Die Art ist in Anhang B der Europäischen Artenschutzverordnung und in Anlage 6 der Bundesartenschutzverordnung geführt und ist anzeige- und kennzeichnungspflichtig. Es ist ein Herkunftsnachweis erforderlich.

Züchter

Züchter von Amazonen sind unter anderem in der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e. V. organisiert. Züchter finden Sie über die unten stehenden Anzeigen und in den weiteren Anzeigen für Amazonen. Wenn Sie selbst Züchter sind, können Sie unter den Vogelanzeigen einfach und kostenlos eine Annonce inserieren. Als Interessent haben sie die Möglichkeit, eine Gesuchanzeige zu schalten.

 

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19.09.2020

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