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Startseite Ratgeber Vögel Gouldamadine: Herkunft, Haltung und Aussehen

Vogelarten-Übersicht

Gouldamadine - Rasseportrait

Gouldamadinen sind Schwarmvögel. Sie sollten daher mit Artgenossen zusammenleben, um nicht zu vereinsamen. Die Vögel benötigen genügend Platz zum Fliegen. Biete ihnen daher Ausflug oder eine ausreichend große Voliere. Sie nehmen gern Sonnenbäder. Was Du sonst noch alles über diesen Vogel wissen solltest, erfährst Du im folgenden Ratgeber.

Kurzinfo & Systematik

Wissenschaftlicher Name Chloebia gouldia
Körperlänge 14 cm
Gewicht Maximal 60 g
Lebenserwartung 7 - 10 Jahre
Verbreitungsgebiet Nördliches Australien bis hin zur
Kimberley-Region in Westaustralien
Lebensraum Savanne, offenes, grasreiches Gelände,
lichte Waldungen
Familie Prachtfinken
Gattung Gouldamadinen
Gouldamadinen Rotkopf, Gelbkopf und Schwarzkopf Gouldamadinen kommen mit roten, gelben (selten) und schwarzen Köpfen vor. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Das Wesen und der Charakter der Gouldamadine

Die Gouldamadinen sind knallbunt gefiedert und pflegeleicht. Ihr Gesang ist angenehm, da er die Zimmerlautstärke nicht übersteigt. Beschwerden von Deinen Nachbarn aufgrund lautstarken Gesangs musst Du also nicht befürchten. Gouldamadinen sind Schwarmvögel und versichern sich durch ein ständiges leises Rufen damit, dass sich ihre Artgenossen in der Nähe befinden. Er ist meist jedoch so leise, dass Du ihn nur vernehmen wirst, wenn Du Dich in unmittelbarer Nähe befindest. Der Gesang wird als leises, teilweise perlendes, wisperndes Zwitschern beschrieben. Beim Balzgesang an ein Weibchen wird er meist mit dem sogenannten Nestlockruf "zrüit" eingeleitet.

Die Vögel sind anfangs scheu, doch nach einiger Zeit legen sie ihre Zurückhaltung ab und erkunden ihre Umgebung neugierig. Sie sind tagaktiv.

Die äußerlichen Merkmale der Gouldamadine

Gouldamadine Aussehen Die Weibchen der Gouldamadine sind nahezu genauso gefärbt wie die Männchen.

Die Prachtfinken sind insbesondere für ihr buntes Gefieder bekannt. Sie kommen in der freien Natur mit schwarzen (häufigste Farbvariante), roten und gelben Köpfen vor. Letztere Farbgebung ist jedoch sehr selten zu finden. Laut Schätzungen kommt nur ein gelbköpfiger Gouldamadine auf 3.000 schwarz- oder rotköpfige Vögel. Der Körper ist grün, der Bauch goldgelb und die Brust violett bis lila. Unterhalb des Kopfes sind blaue und schwarze Färbungen vorhanden. Auch die Weibchen sind nahezu genauso auffällig gefärbt wie die Männchen.

Die Jungvögel sind viel weniger farbenprächtig und weisen eine unauffällige, grau-grüne Kopffärbung auf. Der Schnabel der Gouldamadine ist kegelförmig und nimmt während der Brutzeit eine schwarze Farbe an. Die Gouldamadine hat eine Größe von 11 bis 15 cm. Ihre Augen liegen seitlich am Kopf und charakteristisch ist das große Sehfeld. Da der Hals sehr beweglich ist, nehmen die Tiere auch wahr, was hinter ihnen passiert. Die unter dem Gefieder versteckten Ohren liegen ebenfalls seitlich am Kopf. Äußere Ohrmuscheln gibt es nicht, die Gouldamadinen hören dennoch sehr gut. Das Skelett ist aufgrund der mit Luft gefüllten, großen Gliedmaßenknochen sehr leicht.

Gouldamadine Merkmale Gouldamadine kommen in der freien Natur auch mit schwarzen Köpfen vor.

Haltung und Pflege

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die Tiere benötigen bis zu 14 Stunden täglich Licht. Hierfür ist eine Außenvoliere mit Tageslicht sehr gut geeignet, allerdings ist im Winter ein beheizter Innenraum erforderlich. Alternativ kannst Du auch UVA- und UVB-Lampen verwenden. Gouldamadinen benötigen mindestens 20°C Zimmertemperatur, wobei sie bis zu 45°C vertragen. Sie lieben die Wärme. Der Raum sollte vor Temperaturschwankungen und Zugluft geschützt sein. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60 bis 90 % betragen, was Du notfalls durch einen Luftbefeuchter erreichst.

Voliere und Flugmöglichkeiten

Gouldamadine roter Kopf Gouldamadine sollten jeden Tag mehrere Stunden frei umherfliegen.

Zudem solltest Du die Gouldamadinen nach einer Gewohnheitsphase jeden Tag mehrere Stunden frei umherfliegen lassen. Damit sie nicht in die Fensterscheiben prallen, müssen sie verkleidet werden, beispielsweise mit Fliegennetzen oder hellen Vorhängen. Du kannst die Tiere mit Futter in die Voliere zurück locken. Ist kein Freiflug möglich, sollte die Voliere eine Fläche von mindestens zwei Quadratmetern und eine Höhe von zwei Metern aufweisen. Sie müssen richtig fliegen, statt nur von einer zur nächsten Sitzstange flattern zu können. Volieren, die von allen Seiten einsehbar sind, stellen für die Tiere großen Stress dar. Das Gleiche gilt für die Beschallung durch den Fernseher oder eine Stereoanlage.

Gestaltung der Voliere

Wichtige Ausstattung

Biete den Vögeln durch verschiedene Äste und Zweige mehrere Sitzgelegenheiten in unterschiedlicher Höhe an. Frische Zweige mit Blattwerk oder Knospen von Hasel, Erle, Ahorn oder Weide dienen den Vögeln als Verstecke, Beschäftigungsmöglichkeit und Futter. Zur Beschäftigung kannst Du zudem Naturzweige oder Stroh anbieten. Auch ein Sand- und Wasserbad sollte ihnen zur Verfügung stehen. Als Bodengrund sind Sand, Kieselsteine und Naturprodukte wie Buchenholzgranulat geeignet. Des Weiteren musst Du den Gouldamadinen in einer flachen Schale Magengrit zur Verfügung stellen. Kalksteine, die Du an den Gitterstäben aufhängen kannst, dienen ihnen als Kalklieferanten und für den Schnabel als Wetzstein. Wichtig ist außerdem ein Vogelbad, beispielsweise in der Form eines Badehäuschens oder einer großen, flachen Schale.

Haltung der Gouldamadine Eine artgerechte Haltung und Ernährung der Gouldamadine ist die beste Krankheitsvorsorge.

Schlafplatz

Da sich Gouldamadinen zum Schlafen in Nester zurückziehen, sollten auch Schlafkörbchen vorhanden sein, die im Handel erhältlich sind. Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass die munteren und geselligen Vögel unbedingt in einer Gruppe gehalten werden müssen, da Menschen den Kontakt zu Artgenossen auf keinen Fall ersetzen können. Eine Einzelhaltung ist absolut nicht artgerecht. Auch die Männchen verstehen sich gut und selbst während der Paarungszeit kommt es gewöhnlich nicht zu Kämpfen.

Anfälligkeiten für Krankheiten

Da viele Krankheiten aus Fütterungs- oder Haltungsfehlern resultieren, ist die beste Krankheitsvorsorge eine artgerechte Ernährung und Haltung der Gouldamadinen. Biete das Futter und Wasser täglich frisch an und entsorge alte Futterreste. Reinige zudem die Behälter und Vogelbäder täglich und die Voliere ein- bis zweimal wöchentlich. Bringe die Gefäße nicht unter den Sitzstangen an, um eine Verschmutzung durch Kot zu vermeiden.

Ernährung der Gouldamadine

Die Gouldamadinen verbringen den größten Teil ihres Tages mit der Suche nach Nahrung. Sie klettern unermüdlich umher, sind aber auch sehr wendige Flieger und erhaschen währenddessen Insekten wie fliegende Ameisen. Während der Brutzeit bilden diese und andere Insekten den Hauptteil ihrer Nahrung. Gouldamadinen sind hinsichtlich der Nahrung anspruchslos, lieben aber einen abwechslungsreichen Speiseplan. Zu den geeigneten Futtermitteln gehören eine Gouldamadinenmischung, Hänfling-Girlitz-Mischung und Wildsamenmischung. Im Handel sind spezielle Mischungen für Gouldamadinen erhältlich, die die Basis der Fütterung darstellen.

Hänge daneben Kolbenhirse, frisch geerntete Wildkräuter sowie andere Gräser und Grünfutter wie Löwenzahn in der Voliere auf. Im Winter kann es Vogelmiere sein. Ebenso mögen sie ein Stück Gurke, Apfel oder Birne.

Einmal wöchentlich bekommen die Vögel bestenfalls Vitamine und hin und wieder tierisches Eiweiß durch Insekten, Keimfutter oder gekochtes Ei. Auch Grit, Kalk und Laubbaumerde von Buchenstubben solltest Du ihnen zur Verfügung stellen. Biete täglich frisches, sauberes Wasser an.

Unterarten

Gouldamadine Paar Gouldamadine müssen unbedingt in einer Gruppe gehalten werden.

Die Gouldamadine wird der Familie der Prachtfinken zugeordnet, bei denen es sich um eine weit verbreitete Sippe mit fast 400 Arten handelt. Diese Familie beinhaltet neben den Gouldamadinen viele weitere Vogelarten wie die Zebrafinken und Spitzschwanzamadinen.

Herkunft und Verbreitung

Ursprünglich stammen die Gouldamadinen aus den nördlichen Gebieten von Australien. Hier bevorzugen sie Savannen mit höherem Gras und Eukalyptusbäumen. Sie halten sich meist an Wasserstellen auf. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts waren sie hier noch in riesigen Schwärmen zu sehen.

Doch die Vögel gelten als sehr gefährdet und sind inzwischen eher selten geworden. Die ersten Gouldamadinen wurden 1887 nach Großbritannien gebracht, wo sie aufgrund des auffällig gefärbten Gefieders großen Anklang bei den Vogelhaltern fanden. In Deutschland wurden die Vögel erstmalig 1896 auf einer Vogelschau in Berlin präsentiert. Der Engländer Teague baute später einen Zuchtstamm auf, mit welchem er bis 1946 züchtete.

Zucht der Gouldamadine

Nistkasten für Vögel Bei der Zucht muss auf eine permanente Temperatur von rund 24 Grad geachtet werden.

Bedingungen für Paarung

Wenn Du Gouldamadinen züchten möchtest, achte auf eine permanente Temperatur von rund 24 Grad. Pro Paar benötigst Du mindestens einen Nistkasten, der jeweils 15 cm hoch, breit und tief sein muss. Das Einflugloch verfügt im Idealfall über einen Durchmesser von etwa 5 cm. Zudem muss eine Sitzstange vorhanden sein. Lege den Vögeln am besten vor der Brut Nistmaterial in das Nest, beispielsweise Kokosfasern. Bei der Balz wendet das Männchen dem ausgewählten Weibchen den Schwanz zu, schüttelt schnell mit dem Kopf und hüpft anschließend singend auf der Stelle. Mineralien und Eierschalen sind für die Eibildung besonders wichtig.

Jungtiere

Die Jungen schlüpfen nach zwölf Tagen aus und verlassen nach drei Wochen schon flugfähig das Nest. Nach dem Schlupf haben die Nestlinge eine helle, fleischfarbene Färbung und sind unbefiedert. Nestlinge und flügge junge Vögel betteln mit einem schnellen "wiwiwiwi" nach Futter. Mit einem scharfen "djit" werden die Jungvögel gewarnt, die sich daraufhin still im Versteck verhalten. Die jungen Gouldamadinen erreichen bereits im ersten Lebensjahr ihre Geschlechtsreife, sodass sie in der nächsten Brutsaison zur Fortpflanzung schreiten können. Gouldamadinen haben während der Brut und Aufzucht einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen und müssen täglich Eiweiß bekommen.

Zusammenfassung

Die Gouldamadinen gehören zu den schönsten Prachtfinken. Es gibt sie in verschiedenen Farbschlägen. Da sie in großen Gruppen leben, solltest Du sie keinesfalls allein halten. Wenn Du ihnen keinen Freiflug gewährleisten kannst, muss die Voliere groß genug sein. Achte daneben auf die optimale Temperatur, Luftfeuchtigkeit und ausreichend Stunden Licht. Kaufe Gouldamadinen bei einem seriösen Züchter, wo Du im Vorfeld die Haltungsbedingungen prüfst. Tierheime haben manchmal ebenso diese Vögel abzugeben, die sich auf ein artgerechtes Zuhause freuen.

 

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