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Startseite Ratgeber Vögel Ziegensittich: Herkunft, Haltung und Aussehen

Vogelarten-Übersicht

Ziegensittich - Tierporträt

Der Ziegensittich verdankt seinen deutschen Namen seinem Gesang: Er erinnert an das Meckern einer Ziege. Diese wenig schmeichelhafte Bezeichnung tut jedoch seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Über Jahrhunderte hinweg ist der überaus neugierige Geselle einer der Favoriten bei der Papageienhaltung. Mittlerweile droht er in freier Natur sogar auszusterben, während sich immer mehr Liebhaber für seine Haltung entscheiden. Die ist recht einfach - vorausgesetzt, man beachtet ein paar Dinge.

Kurzinfo & Systematik

Wissenschaftlicher
Name
Cyanoramphus novaezelandiae
Körperlänge 27 bis 30 cm
Gewicht Ca. 60 g
Lebenserwartung 15 Jahre
Verbreitungsgebiet Insulär. Neuseeland und angrenzende Inseln,
einschließlich Norfolk- sowie Aucklandinseln
Lebensraum Alle dortigen Biotope.
Sowohl Küste als auch Grasland oder Wald.
Bevorzugt Baumkronen, ist aber auch im
Unterholz aktiv
Familie Papageien, Psittacidae
Gattung Laufsittiche, Cyanoramphus
Ziegensittiche Ziegensittiche haben von Natur aus grünes Gefieder, gelbes Gefieder ist aber eine beliebte Zuchtfarbe. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Immer aktiv: Wesen und Charakter des Ziegensittichs

Besitzer schätzen vor allem die neugierige Art dieses Vogels. Ziegensittiche sind stets aktiv: Sie knabbern, scharren und untersuchen, was in Reichweite ist. Natürlich legen sie dabei auch einmal Ruhepausen ein, doch im Allgemeinen zeichnet sich diese Art durch permanente Aktivität aus. Das führt dazu, dass sie dem Betrachter ein lebhaftes Spektakel bieten. Darüber hinaus sind Ziegensittiche Meister im Klettern. Als einzige Papageienart können sie ein Gitter erklimmen, ohne den Schnabel zu Hilfe zu nehmen. Diese gesteigerte Aktivität sollte bei einer beabsichtigten Haltung unbedingt bedacht werden.

Ziegensittich Aussehen Die Männchen der Ziegensittiche sind deutlich größer als die Weibchen.

Nur eines tun sie nicht: Sprechen. Zwar kommt es selten vor, dass sie ein paar Worte nachahmen, denn sie sind sehr gelehrig. Dennoch bleibt das Sprechen, wie wir es von anderen Papageien kennen, eher die Ausnahme. Ihr typisches Keckern, das ihnen zu ihrem deutschen Namen verhalf, erklingt dagegen sehr häufig. Es wird aber nicht als unangenehm empfunden: Sensible Nachbarn werden mit diesem Vogel weit weniger Probleme haben als zum Beispiel mit Nymphensittichen, deren Rufe oft als schriller empfunden werden.

Äußerliche Merkmale

Bei beiden Geschlechtern ist das Gefieder leuchtend grün. Darüber hinaus besitzen sie einen blaugrauen Schnabel und eine rote Stirnhaube vom Schnabelansatz über das Auge bis zum Ohr. Wenige blaue Federn an Handdecken, Schwingen und Schwanzfedern sind kaum zu sehen. Aufgrund von Mutationen und gezielter Züchtung gibt es auch Varianten mit gelben, weißen oder blauen Gefieder. So gibt es beispielsweise Schecken (blau-weiß, gelb-grün und weitere), Ziegensittiche in cremefalbe (weiß), kobaltblau, zimtblau oder gar in rot.

Weil Männchen und Weibchen sich so ähneln, fällt es manchen Besitzern anfangs schwer, sie zu unterscheiden. Bekommt man aber erst einmal einen Blick dafür, ist die Unterscheidung recht leicht: Männchen sind deutlich größer als Weibchen. Vor allem ihr größerer Schnabel fällt beim Betrachten auf. Vom Gewicht her erreichen die größten Exemplare um die 60 Gramm. Ihre Größe kann von 27 cm bis 30 cm reichen.

Gelber Ziegensittich Ziegensittiche besitzen eine rote Stirnhaube.

Wichtiges zur Haltung des Ziegensittichs

Ziegensittiche fühlen sich drinnen und draußen wohl. Sie überstehen problemlos Frost, benötigen allerdings dann einen frostfreien, trockenen Schutzraum, in den sie sich zurückziehen können. Was in jedem Fall vorhanden sein muss, ist viel Platz, denn die Vögel sind ausgesprochen flugfreudig. Deshalb sollte man bei Haltung im Inneren die Einrichtung eines Vogelzimmers erwägen, wahlweise einer großen Voliere von mindestens 3 m x 1 m x 2 m (Länge x Breite x Höhe). Wer diese Möglichkeiten nicht hat, der sollte bei Haltung in kleineren Käfigen unbedingt die Käfigtür offen lassen, um jederzeit Freiflug zu ermöglichen. Auch sollte der Vogel immer paarweise gehalten werden, also je ein Männchen und ein Weibchen, sonst fühlt er sich nicht wohl.

Pflege, Vergesellschaftung und Krankheiten

Vorsorgemaßnahmen

Hat man sich erst einmal für die Anschaffung des Ziegensittichs entschieden, sollte man die Umgebung gut vorbereiten: Ziegensittiche knabbern alles an! Darüber hinaus baden sie unheimlich gern. Stelle also immer ein extra Wasserschälchen für sie bereit. Dass es täglich gereinigt werden muss, ist selbstverständlich. Zum Knabbern lassen sich frische Zweige ins Gehege legen, dann kann der aktive Vogel seine Natur auf diese Weise ausleben. Wichtige Kabel oder auch Möbel sollten dennoch so weit wie möglich gesichert werden. So beugst Du möglichen Problemen beim Verschlucken von giftigen Teilen vor.

Gesundheit

Ziegensittiche zimtblau Ziegensittiche bleiben lieber unter ihresgleichen - hier ein Paar in zimtblau.

Auch die gefürchtete Papageienkrankheit PBFD betrifft Ziegensittiche. Hier hilft leider nichts, denn die Krankheit ist unheilbar. Der Grund sind aggressive Viren, gegen die noch kein Heilmittel gefunden wurde. Diese Krankheit betrifft frei lebende ebenso wie Vögel in menschlicher Obhut. Was Du aber auf jeden Fall tun kannst: Auf strenge Hygiene achten wie auch auf die Gesellschaft, die Du Deinen Vögeln angedeihen lässt. Ziegensittiche bleiben am liebsten unter sich, können aber mit anderen Laufsittichen vergesellschaftet werden. Wichtig hierbei: Achte darauf, dass keine Brut entsteht.

Ernährung

Ziegensittiche sind mit gängigem Vogelfutter zufrieden. Sie schätzen Sonnenblumenkerne, darüber hinaus auch Hirse. Zusätzlich zum schon erwähnten Badewasser sollte frisches Wasser immer bereitstehen. Wische den Napf regelmäßig aus, um Keimen vorzubeugen. Und kontrolliere mehrmals täglich die Näpfe: Weil Ziegensittiche auch gern scharren, sogar buddeln, werfen sie auch schon mal Näpfe um! Ergänzen kannst Du das Futter mit frisch abgebrochenen Zweigen und Obst. Angenehmer Nebeneffekt: Wenn sie immer etwas Interessantes zu knabbern haben, reduziert sich der Fraß an Möbeln, Tapete und Co. beträchtlich.

Wie zähmt man einen Ziegensittich?

Der Ziegensittich ist nicht nur neugierig und aktiv - er gilt auch als überaus anpassungsfähig. Deshalb ist er ganz leicht zu zähmen. Schnell wird er fast von allein zu Dir kommen und sich auf Deine Schulter setzen. Klappt das nicht, dann locke ihn mit Futter auf die Hand. Versuche auch einmal Folgendes: Stecke Trockenfutter in immer dieselbe Jackentasche. Der intelligente Vogel wird nicht lange brauchen, die Leckerei zu entdecken.

Unterarten

Ziegensittich Haltung Der Ziegensittich ist ausgesprochen flugfreudig.

Nachdem mindestens zwei Unterarten schon ausgestorben sind, gibt es heute nur noch drei Unterarten des Ziegensittichs. Dazu zählen die Nominatform, also die ursprüngliche Art. Ihr vollständiger Name lautet Cyanoramphus novaezelandiae novaezelandiae. Daneben existieren weitere Arten: Der Chatham-Ziegensittich (Cyanoramphus novaezelandiae Chathamensis) unterscheidet sich äußerlich kaum von der Nominatform, ist jedoch ein wenig größer und hat mehr blaue Federn an den Flügeln. Seinen Namen hat er von seinem Verbreitungsgebiet, den Chatham-Inseln.

Des Weiteren gibt es den Kermadec-Ziegensittich. Sein lateinischer Name lautet Cyanoramphus novaezelandiae Cyanurus. Seine Färbung ist ein wenig dunkler, und die Schwanzoberseite ist bläulich-grün. Er lebt auf den Kermadecinseln bei Neuseeland. Daneben gibt es Hinweise auf eventuelle weitere Unterarten - hier ist die Wissenschaft aber uneins.

Herkunft und Geschichte des Ziegensittichs

Ursprünglich stammt der Laufsittich aus der Umgebung von Neuseeland. Man nimmt heute an, dass es früher eine Landbrücke gab, die Neuseeland mit den umliegenden Inseln verband. So konnte sich der Vorfahr des Ziegensittichs von Neukaledonien über die Norfolk-Inseln bis nach Neuseeland ausbreiten. Nachdem die einzelnen Inseln von der Landmasse abgeschnitten waren, entstanden die einzelnen Arten des Cyanoramphus, darunter auch der Ziegensittich.

Als die Eroberung und Kolonialisierung der Gebiete begann, wurden auch Katzen und Ratten mitgebracht. Rasch entwickelten sie sich zur Plage. Gab es vorher kaum natürliche Feinde für den Ziegensittich, so wurde die Art nun stark dezimiert. Gleichzeitig verbreiteten schon früh Vogelbegeisterte den hübschen lebendigen Vogel in Europa und den USA. Trotz Gegenmaßnahmen zum Schutz der Vögel ließ sich leider die negative Entwicklung in der Heimat der Ziegensittiche nicht stoppen. So kam es dazu, dass die Population in Gefangenschaft weiter existiert, im Freien jedoch ständig schrumpft.

Zucht und Verpaarung

Ziegensittich Hennen cremefalbe Durch Farbmutationen gibt es Ziegensittiche auch in anderen Farben, z.B. in cremefalbe (hier Hennen).

Eigentlich ist es kaum möglich, Ziegensittiche nicht zu verpaaren. Die entdeckungsfreudigen Vögel schreiten auch dann zur Tat, wenn man es nicht plant. Dunkle Ecken sollten deshalb ständig kontrolliert werden - es könnten sich Eier darin befinden. Ziegensittiche brüten in der Natur vor allem zwischen Oktober und Dezember, in menschlicher Haltung ganzjährig. Das Weibchen legt zwischen fünf und neun Eiern, im Abstand von ein bis zwei Tagen. Bis die Jungvögel schlüpfen, dauert es dann noch einmal 20 Tage.

Heimhalter sollten wissen: In der Brutzeit werden viele Ziegensittiche aggressiv. Das ist mit ein Grund, warum Vergesellschaftung nicht ganz einfach ist. Ob der Andere ein Ziegensittich ist, spielt dabei für den Hahn keine Rolle. Auch gegenüber der Henne sind dominante Hähne keine Seltenheit. Treibt der Hahn die Henne zu stark, kann mit Umstellung im Futter gegengehalten werden: Keim- und Quellfutter sollte dann ganz gestrichen werden, Obst und Gemüse wird reduziert. Soll die Brut gefördert werden, einfach das Futter wieder umstellen.

Fazit

Der Ziegensittich ist ein kluger, neugieriger und sehr flugfreudiger Vogel. Wer ihn halten möchte, muss ihm unbedingt viel Platz bieten, egal ob drinnen oder draußen. Auch paarweise Haltung ist Pflicht! Hält man sich vor allem an diese Grundregeln, kann man bis zu 15 Jahre lang Freude an dem kleinen Papageien haben.

 

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